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Panorama Kühleres und feuchteres Wetter lässt Feuerwehr in Kalifornien hoffen
Nachrichten Panorama Kühleres und feuchteres Wetter lässt Feuerwehr in Kalifornien hoffen
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14:13 02.09.2009
Ein Teil des Brandes sei eingedämmt, sagte Einsatzleiter Dietrich.
Ein Teil des Brandes sei eingedämmt, sagte Einsatzleiter Dietrich. Quelle: afp
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Nach Behördenangaben vom Dienstag konnte das verheerende Feuer nördlich von Los Angeles zu 22 Prozent eingedämmt werden. Erstmals wurden auch Evakuierungsbefehle aufgehoben.

„Das Wetter hat uns geholfen“, sagte Einsatzleiter Mike Dietrich von der Nationalen Forstbehörde. „Ich glaube aber nicht, dass wir schon über den Berg sind - wäre dies ein Boxkampf, würde ich sagen, es steht unentschieden.“ Sollten die Temperaturen wieder steigen, drohe erneut ein schweres Feuer. Trotzdem fühle er sich bereits „wesentlich besser“, da ein Teil des Brandes eingedämmt sei, sagte Dietrich.

Im Kampf gegen die Flammen nördlich von Los Angeles sind mehr als 3600 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt durch Löschflugzeuge und Hubschrauber. Nach Behördenangaben wurden seit Ausbruch des Brandes vor einer Woche rund 10.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht. Bislang zerstörte das Feuer 63 Häuser und fraßen sich durch etwa 51.400 Hektar Wald. Die Behörden konnten am Dienstag keine Angaben darüber machen, wann die Flammen endgültig unter Kontrolle sei könnten.

Die Flammen bedrohten auch zunehmend Antennenmaste von Radio- und Fernsehstationen in dem Gebiet des trockenen Angeles National Forest. Am Mount Wilson nordöstlich der Film-Metropole kämpften die Rettungskräfte für den Schutz des berühmten Mount-Wilson-Observatoriums. Das Fernsehen zeigte Bilder, auf denen dicke Rauchwolken über dem Observatorium standen.

In Washington übermittelte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, Beileidsbekundungen von US-Präsident Barack Obama an die Familien der beiden während der Rettungsarbeiten am Wochenende getöteten Feuerwehrmänner. Nach Angaben von Gouverneur Arnold Schwarzenegger wurden bislang 14 weitere Feuerwehrleute im Kampf gegen die Flammen verletzt.

Angesichts der Waldbrände wurden bislang massenhaft Tiere von Reiterhöfen und aus Tierparks in Sicherheit gebracht, darunter Pferde, Emus und Schimpansen. Hugh Briefman, der für die Tiere in Los Angeles zuständig ist, sagte AFP, allein mehr als 600 Pferde seien aus der Gefahrenzone gebracht worden. Die Behörden fürchteten Engpässe bei der Unterbringung der Tiere: „Uns gehen die Ställe aus“, sagt Briefman.

Der Waldbrand nördlich von Los Angeles ist der schwerste von mehreren Bränden, die derzeit in Kalifornien wüten. Der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat wird immer wieder von schweren Waldbränden heimgesucht. Bei den schlimmsten Feuern im Jahr 2007 mussten 670.000 Menschen zeitweilig ihre Häuser verlassen, 2000 Häuser gingen in Flammen auf.

afp