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Panorama Lotto testet neue Spielmodelle
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20:09 12.10.2009
Von Matthias Koch
Lotto testet neue Spielmodelle. Quelle: ddp (Archivbild)
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Eine Erhöhung des Spieleinsatzes „steht aktuell nicht an“, sagte der Sprecher der federführenden Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg, Klaus Sattler, am Montag in Stuttgart. Es gebe hierüber keinen Beschluss im Deutschen Lotto- und Totoblock. Ob es überhaupt Veränderungen gibt, sei noch offen, sagte der Sprecher von Toto-Lotto Niedersachsen, Herbert John.

Im sogenannten technischen Ausschuss des Lottoblocks werde aber derzeit überlegt, wie Lottospielen attraktiver werden kann. Zu den Überlegungen gehört die Abschaffung der Zusatzzahl. Stattdessen werde die Superzahl, die es bislang nur beim Jackpot gibt, für alle Gewinnklassen eingeführt. Damit würden die Gewinnchancen für die Spieler erhöht, weil die Superzahl nur aus den Ziffern 0 bis 9 und nicht wie die Zusatzzahl aus 49 Ziffern gezogen wird. Daneben soll es auch eine neue Gewinnklasse und erstmals einen „Zweier mit Superzahl“ geben. Bislang war der Mindestgewinn „3 Richtige“. Damit würden die Chancen auf einen Minigewinn höher.

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„Wenn man eine vernünftige Lotterie anbieten will, die die Leute erreicht, muss man überlegen, wo man etwas verändern kann“, sagte John.

Entscheidungen könnten zum Jahreswechsel bei der sogenannten Blocksitzung der 16 Geschäftsführer der einzelnen Lottogesellschaften fallen, meinte John. Die diskutierten Modelle würden derzeit von Marktforschungsunternehmen getestet. „Es kann auch sein, dass alles beim Alten bleibt“, meinte er.

Als Grund für die diskutierten Änderungen wird bei den einzelnen Lottogesellschaften auf die zurückgehenden Spieleinsätze verwiesen. So sei der Umsatz der 16 Lotto-Gesellschaften bundesweit seit 2004 um fast 20 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro im Jahr 2008 gesunken. Nach Angaben von John ist der Umsatz in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund drei Prozent gestiegen.

Wenn der Jackpot besonders hoch ist, werde auch besonders viel Lotto gespielt. Der Jackpot sei also für die Lottospieler ein besonderer Anreiz. Allerdings soll es in Deutschland keinen „Megajackpot“ wie zum Beispiel in Italien geben. Angesichts der Wirtschaftskrise füllen heute Tipper beispielsweise statt sechs bis sieben nur noch vier bis fünf Spielfelder aus. Baden-Württembergs Lotto-Chef Dieter Leinmüller sagte am Montag: „Die vielen Millionen Lottospieler geben zwar weiterhin ihren Schein ab, reduzieren aber den Einsatz.“ Es sei aber ein weit verbreiteter Irrglaube, dass sich die Menschen in wirtschaftlich schwächeren Zeiten verstärkt dem Glücksspiel zuwenden, meinte er.

Die Wahrscheinlichkeit zum Gewinn des Jackpots steht bei 1:140 Millionen mit einer Tippreihe. Den höchsten Jackpot gab es im Dezember 2007 mit 45,3 Millionen Euro. 37,7 Millionen Euro waren es im Oktober 2006, im Januar dieses Jahres wurden 35 Millionen Euro ausgeschüttet.

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