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Panorama Maden in der Suppe – 7200 Euro Geldstrafe
Nachrichten Panorama Maden in der Suppe – 7200 Euro Geldstrafe
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16:25 14.12.2018
Das Auge isst mit: Sauber wie hier muss es in der Gastronomie zugehen. In einer Detmolder Gaststätte war von Hygiene keine Spur. Der Gastronom wurde jetzt zu einer hohen Geldstrafe verurteilt.
Das Auge isst mit: Sauber wie hier muss es in der Gastronomie zugehen. In einer Detmolder Gaststätte war von Hygiene keine Spur. Der Gastronom wurde jetzt zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Quelle: Patrick Seeger/dpa
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Das berühmte Haar in der Suppe wurde zwar nicht gefunden, dafür schwammen Maden darin. Und nicht nur das: Im Kühlhaus wurde Gammelfleisch gefunden. Wobei der Gastronom nicht die Spur von Problembewusstsein zeigte: Jetzt wurde der 54 Jahre alte Betreiber eines Restaurants in Detmold vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 7200 Euro verurteilt.

Unhaltbare hygienische Zustände in der Detmolder Gaststätte

Nach Überzeugung der Richterin hatte er wiederholt gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen. Im Juni hatte ein Gast die Lebensmittelaufsicht des Kreises Lippe eingeschaltet. In der Fischsuppe schwamm eine Made. Die Geldstrafe ist aufgeteilt in 160 Tagessätzen zu 45 Euro.

Die Behörde war da allerdings schon seit November 2017 mit dem Betrieb befasst, der in unmittelbarer Nähe des im Sommer stark frequentierten Freilichtmuseums Detmold liegt. Bereits mehrfach zuvor waren bei Kontrollen unhaltbare hygienische Zustände in Küche und Lagerräumen festgestellt worden. Dazu gehörten starke Verunreinigungen mit Lebensmittel- und Fettresten an Wänden und Böden sowie am Kochgeschirr.

Mehrfach mussten nach Kontrollen Lebensmittel vernichtet werden

Zum Teil standen in der Detmolder Gaststätte Tiefkühlwaren zentimetertief in Auftauflüssigkeit. Mehrfach mussten nach dem Kontrollen Lebensmittel vernichtet werden. Trotz der Verhängung von Bußgeldern habe der Angeklagte nicht nachhaltig für ein dauerhaftes Abstellen der Mängel gesorgt. „Es war Ihnen egal“, stellte die Richterin fest.

Kurz vor dem Prozess hat die Lebensmittelüberwachung den Betrieb stillgelegt. Der Gastronom ist dennoch guter Dinge. Er will, wie er im Prozess sagte, nach erfolgter Renovierung weitermachen.

Von RND/dpa

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