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Panorama Mann stirbt bei Unfall: Gaffer belästigen Rettungskräfte, zeigen Bestatter den Mittelfinger
Nachrichten Panorama Mann stirbt bei Unfall: Gaffer belästigen Rettungskräfte, zeigen Bestatter den Mittelfinger
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07:46 12.06.2019
Auf der Bundesstraße 111 auf Usedom kam ein 35-Jähriger ums Leben.  Quelle: Hannes Ewert
Zempin

Die Bundesstraße 111 zwischen Zempin und Zinnowitz gleicht am Dienstagnachmittag einem Trümmerfeld. Etliche Kleinteile liegen auf der Straße verteilt, im Graben steht ein demolierter Volkswagen, auf der Straße ein völlig zerstörter Nissan. In dem Kleinwagen saß bis vor Kurzem noch ein 35 Jahre alter Mann aus Polen.

Die Bilder lassen es erahnen. Der Mann hatte keine Chance – er ist auf der Stelle tot. Aus bislang ungeklärter Ursache krachte er gegen 14 Uhr mit einem VW aus dem Gegenverkehr zusammen. Jede Hilfe kommt für ihn zu spät, berichtet die „Ostsee-Zeitung“.

Mehr zum Thema: Fotos von Verletzten, Prügel für Einsatzkräfte: Das sind die schlimmsten Gaffer-Vorfälle

Laut Polizei kann sich der 61 Jahre alte Fahrer des VW noch selbstständig aus dem Fahrzeug befreien. Seine Ehefrau braucht medizinische Hilfe, bevor sie mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Greifswald geflogen wird. Der Fahrer kommt ebenfalls in die Klinik in der Hansestadt – allerdings mit dem Rettungswagen. Die beiden Verletzten kommen aus Thüringen.

Autofahrer zeigen dem Bestatter den Finger

Da sich die Unfallstelle an einem Radweg befindet, halten immer wieder Radfahrer an, um zu schauen. Die Feuerwehrleute haben alle Mühe, die Gaffer zu verscheuchen. Auch der Bestatter aus Koserow hat es nicht so einfach, zur Unglücksstelle zu kommen. Wie die Einsatzkräfte berichten, wurde ihm der Finger gezeigt, als er mit seinem Leichenwagen an dem Stau vorbeifahren will. Erst mit einem Streifenwagen und eingeschaltetem Blaulicht gelingt es dem Bestatter, zur Unfallstelle zu gelangen.

Der Verkehr staut sich während der fast vierstündigen Sperrung in beide Richtungen auf mehrere Kilometer. Viele Autofahrer nutzen einen Acker, um eine Abkürzung zu nehmen. Das Problem: An der Stelle gibt es keine offiziellen Schleichwege. Erst nach vier Stunden wird die Unfallstelle von der Polizei wieder freigegeben.

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Von Hannes Ewert/RND

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