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Panorama Münchner Vermisstenfall: Fußmatte mit Blutspuren – Polizei mit neuen Hinweisen
Nachrichten Panorama Münchner Vermisstenfall: Fußmatte mit Blutspuren – Polizei mit neuen Hinweisen
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14:31 13.08.2019
Marcus da Gloria Martins, Pressesprecher der Polizei München, bei einer früheren Pressekonferenz zum Vermisstenfall. Quelle: Sven Hoppe/dpa
München

Mitte Juli sind eine 41-jährige Mutter und ihrer 16-jährige Tochter spurlos aus München verschwunden. Gegen 14 Uhr am 13. Juli sollen die beiden die gemeinsame Wohnung verlassen haben, um im Stadtteil Perlach shoppen zu gehen. Seitdem werden sie vermisst. Tatverdächtig ist der 44-jährige neue Ehemann der Mutter. Er soll die beiden als erster bei der Polizei als vermisst gemeldet haben, dabei aber widersprüchliche Angaben gemacht haben. Er befindet sich seit dem 21. Juli in Untersuchungshaft.

Lesen Sie auch: Vermisstenfall in München: Polizei beendet Suche nach Frau und Tochter ohne Fund

Polizei stellt neue Spur im Münchner Vermisstenfall vor

Nun soll es eine neue Spur geben - darüber hat die Polizei am Dienstagmittag in einer Pressekonferenz informiert. Vor Ort waren Ken Heidenreich von der Staatsanwaltschaft München I sowie Josef Wimmer vom Kommissariat 11. Schon in der Wohnung stellten die Ermittler fest, dass ein Teppich und eine Fußmatte fehlten. Diese beiden Gegenstände wurden laut Josef Wimmer im Truderinger Forst im Westen der Stadt gefunden - die Fußmatte wies Blutspuren auf. Ein Foto der Fußmatte war bei der Pressekonferenz zu sehen. Aus ermittlungstaktischen Gründen hielt die Polizei ein Foto des Teppichs zurück. Damit habe sich der Tatverdacht gegen den Ehemann weiter erhärtet - der schweigt noch immer zu den Vorwürfen.

Es wurde auch eine Theorie zum Tathergang präsentiert: Die Beamten vermuten, dass der Deutsch-Russe zuerst seien Frau erschlug und dann die Tochter tötete, um die Tat zu verschleiern. Laut Staatsanwaltschaft geht man nach derzeitiger rechtlicher Einschätzung im Fall der Mutter von Totschlag aus. Im Fall der Tochter gibt es noch keine Einschätzung.

Die Polizisten haben eine Theorie zum Tathergang

Die Polizei hat noch immer keine Leichen gefunden, deshalb gelten Mutter und Tochter auch noch als vermisst. Weiterhin hoffen die Ermittler auf Zeugenaussagen aus der Bevölkerung, wie Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins sagt. Für die Ermittlungen haben die Behörden auch in Russland Rechtshilfegesuche gestellt, da beide Opfer russische Staatsbürgerinnen sind.

Der Truderinger Forst stellt die Beamten bei der Suche nach der Leichen vor großer Herausforderung: Obwohl das gesamte Gebiete durchsucht wurde, kann Josef Wimmer nicht sagen, dass sie jeden Quadratzentimeter durchforstet haben. Denn es sei teilweise zu undurchdringlich.

Bereits vor zwei Wochen durchsuchte die Polizei mit 150 Beamten ein Waldstück bei München. Leichen wurden nicht gefunden.

cwo/goe/RND

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