Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Panorama Niederlande testen “Staats-Marihuana” in zehn Städten
Nachrichten Panorama Niederlande testen “Staats-Marihuana” in zehn Städten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:19 29.08.2019
Die Testphase rund um den Verkauf des “Staats-Marihuanas" wird in insgesamt 79 niederländischen Coffeeshops stattfinden (Symbolbild).
Anzeige
Den Haag

In zehn niederländischen Städten soll ab 2021 ausschließlich Marihuana aus legalem Anbau verkauft werden. Die Teilnehmer an diesem staatlichen Experiment wurden am Donnerstag von der Regierung bekanntgegeben. In den insgesamt 79 sogenannten Coffeeshops der beteiligten Orte darf mit Beginn der Testphase vier Jahre lang ausschließlich "Staats-Marihuana" verkauft werden, wie niederländische Medien das künftig in lizensierten und behördlich überwachten Anlagen zu produzierende Rauschmittel nannten. Derzeit gibt es in den Niederlanden rund 560 Coffeeshops.

Die bei Haschisch-Touristen besonders beliebte Hauptstadt Amsterdam sowie Rotterdam, Den Haag und Utrecht nehmen an dem Experiment nicht teil. Sie verwiesen nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP darauf, dass sie nicht alle Vorbedingungen erfüllen könnten - darunter die Teilnahmepflicht für sämtliche Coffeeshops einer Stadt.

Test, ob Drogenkriminalität eingedämmt werden kann

Die Regierung will mit dem Experiment feststellen, ob auf diese Weise die Drogenkriminalität sowie gesundheitliche Schäden durch mangelnde Qualität aus nicht kontrolliertem Anbau eingedämmt werden können. Nach geltendem Recht dürfen zwar Cannabis-Produkte in den Coffeeshops verkauft werden. Jedoch ist der Anbau - mit Ausnahme von fünf Pflanzen für den privaten Konsum - verboten. Die Shops versorgen sich daher fast ausschließlich mit illegalen Lieferungen "durch die Hintertür".

Die beteiligten Städte sind Arnheim, Almere, Breda, Groningen, Heerlen, Hellevoetsluis, Maastricht, Nimwegen, Tilburg und Zaanstad.

dpa

Zwei junge Frauen ließen sich bewusst in einem Supermarkt einschließen und übertrugen die illegale Aktion im Live-Stream bei Instagram, bis das Geschäft von Einsatzkräften der Polizei umstellt wurde. Nun wird gegen sie ermittelt - wegen Hausfriedensbruch und Diebstahl.

29.08.2019

Im Drogenrausch soll am Dienstagabend ein 20-jähriger aus dem baden-württembergischen Tuttlingen mit einem Messer auf einen 36-jährigen Mann eingestochen haben. Das Opfer wurde schwer verletzt, auch dessen Freundin trug von der Attacke Verletzungen davon.

29.08.2019

Zwei Polizisten, die in Berlin einen Raser festnehmen wollten, wurden von mehreren Dutzend Hochzeitsgästen bedrängt. Rund 30 bis 40 Personen behinderten die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit. Ob die Gäste und der Fahrer sich kannten, ist noch unklar.

29.08.2019