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Panorama Polizist verpasst Mutter einen Strafzettel, während sie ihr Baby stillt
Nachrichten Panorama Polizist verpasst Mutter einen Strafzettel, während sie ihr Baby stillt
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15:38 17.04.2019
Ein Abschleppfahrzeug der New Yorker Polizei. Quelle: picture alliance / Pacific Press
New York

Es ist eine Situation, die vermutlich viele Mütter nachempfinden können: Das Baby hat Hunger und möchte gestillt werden – und da ist es ihm völlig egal, in welcher Situation die Mama sich gerade befindet. So ging es auch Guillermina Rodriguez (30) aus New York, mit kostspieligen Folgen.

Wie der Sender „CBS New York“ berichtet, war die vierfache Mutter mit ihrem Jüngsten – einem schreienden, drei Wochen alten Baby – im Auto in Manhattan unterwegs. „Der Verkehr war katastrophal. Es hat 45 Minuten gedauert, von der 42. zur 30. Straße zu kommen“, sagte Rodriguez. Endlich war eine Parklücke in Sicht, in der sie anhalten konnte: „Obwohl mir klar war, dass es ein Platz für geschäftlichen Verkehr ist, dachte ich mir, dass ich niemanden blockiere. Und ich musste schließlich mein Baby füttern.“ Gesagt, getan: Rodriguez kletterte auf den Rücksitz und begann, den Säugling zu stillen.

„Er guckt ins Auto, sieht, dass ich mein Kind stille, und sagt nur ’Oh’“

Ein paar Minuten später setzte sich allerdings ein Abschlepptruck der New Yorker Polizei vor das Auto der jungen Mutter. „Während ich stillte, wollte er meinen Wagen abzuschleppen. Ich bin auf den Vordersitz gesprungen und habe gehupt.“

Der Mitarbeiter der Polizei kam daraufhin zu ihrem Auto: „Er guckt rein, sieht, dass ich mein Kind stille, und sagt nur ,Oh’. Dann klebt er einen Strafzettel auf die Frontscheibe und geht wieder.“ 115 Dollar soll Guillermina Rodriguez wegen des Parkverstoßes zahlen. „Ich finde, die Polizei sollte bei solch einem Thema mehr Fingerspitzengefühl beweisen.“

Auf Anfrage von CBS teilte die Polizei mit, der Beamte habe den Strafzettel schon geschrieben, bevor er sah, dass Guillermina Rodriguez ihr Baby stillte – und da der Polizist nicht die Befugnis hatte, einmal ausgestellte Tickets wieder zurück zu nehmen, seien ihm die Hände gebunden gewesen.

Von RND/seb

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