Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Panorama Rebeccas Mutter: „Glaube nicht, dass mein Schwiegersohn damit zu tun hat“
Nachrichten Panorama Rebeccas Mutter: „Glaube nicht, dass mein Schwiegersohn damit zu tun hat“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:01 01.03.2019
Die 15-jährigen Rebecca aus Berlin gilt seit dem 18. Februar als vermisst. Quelle: Polizei Berlin
Anzeige
Berlin

Seit elf Tagen gilt die 15-jährige Rebecca aus Berlin als vermisst. Bisher fehlt von der Schülerin jede Spur. Am Donnerstag soll nun ihr Schwager von der Polizei festgenommen worden sein. Laut Focus glaubt Rebeccas Mutter jedoch an seine Unschuld: „Ich glaube nicht, dass mein Schwiegersohn damit zu tun hat“, wird sie von der Nachrichtenseite zitiert.

Gegenüber „Focus“ empörte sich die Mutter der vermissten Rebecca auch darüber, dass sie nach der Festnahme ihres Schwiegersohns Beileidsbekundungen zum Tod ihrer Tochter erhalten habe. „Solange mein Kind nicht da ist, ist alles offen“, sagte sie gegenüber „Focus Online“.

Familie glaubt an die Unschuld von Rebeccas Schwager

Der Schwager wurde bereits vor der Festnahme mehrfach vernommen. Vor der Festnahme hatte sich die Familie des Mädchens noch schützend vor den Schwager gestellt. So sagte eine weitere Schwester (23) in ihrer Instagram-Story: „Bitte lasst diese Hetzjagd auf meinen Schwager. Mein Schwager ist ein herzensguter Mensch. Ich würde für ihn die Hand ins Feuer legen.“

Polizei kam möglicherweise durch Kleidungsstück auf Spur der Verdächtigen

Die Kriminalpolizei kam möglicherweise durch ein Kleidungsstück auf seine Spur. Nach Informationen der „Berliner Zeitung“ soll die Polizei in einem Park im Stadtteil Gropiusstadt in Berlin-Neukölln ein hellgraues Oberteil gefunden haben. Der Ort liegt nur etwa anderthalb Kilometer von dem Haus der Schwester, wo Rebecca zuletzt übernachtet hatte, entfernt. Sollte das Kleidungsstück von Rebecca stammen, könnten DNA-Spuren anderer Menschen an dem Stoff die Fahnder weitergebracht haben. Bestätigen wollte die Polizei das nicht.

Das Verschwinden von Rebecca am 18. Februar gab ihrer Familie und der Polizei Rätsel auf. Das Mädchen hatte bei ihrer Schwester geschlafen. Am Morgen des 18. Februar, einem Montag, war Rebecca um 7.15 Uhr nicht mehr im Haus – obwohl ihre Schule erst gegen 10 Uhr begann und sie als Langschläferin bekannt war. Mit ihr verschwand auch eine Decke aus dem Haus. Kurz darauf wurde ihr Handy dauerhaft abgeschaltet. Rebeccas Schwester (27) soll das Haus bereits vor der 15-Jährigen verlassen haben, ihr Mann hingegen – Rebeccas Schwager – soll zu dem Zeitpunkt noch im Haus gewesen sein. Wie „Bild“ berichtet, soll der Schwager nach eigenen Angaben um 5.45 Uhr von einer Firmenfeier nach Hause gekommen sein und habe um 8.30 Uhr bemerkt, dass Rebecca nicht mehr da war.

Mordkommission ermittelt im Fall Rebecca

Spekuliert wurde, dass die Jugendliche sich mit jemanden treffen wollte. Dass Rebecca davon gelaufen war, hielt die Polizei für unwahrscheinlich. Nach einigen Tagen übernahm eine Mordkommission die Ermittlungen. Von diesem Zeitpunkt an war klar: Es kann sich um eine Entführung oder einen Mord handeln.

Die Polizei versuchte, Rebeccas Spur mit Hilfe von Suchhunden zu verfolgen. Sie wertete Handydaten aus und veröffentlichte Fotos des Mädchens und ihrer zuletzt getragenen Kleidung. Zuletzt überflog ein Polizeihubschrauber den Stadtteil Britz. Bis zum Donnerstag gingen 117 Hinweise bei der Polizei ein. Ob darunter auch verwertbare Angaben waren, sagte die Polizei nicht.

Von RND