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Panorama Rettungskräfte fahren nach Notruf-Panne in falsche Gemeinde
Nachrichten Panorama Rettungskräfte fahren nach Notruf-Panne in falsche Gemeinde
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18:20 13.09.2011
Wegen eines fehlgeleiteten Notrufs sind Rettungskräfte aus dem Landkreis Goslar am Sonntag in die falsche Gemeinde namens "Bornum" gefahren. Quelle: Thomas (Symbolfoto)
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Goslar/Wolfenbüttel

Ein Landwirt war am Sonntag bei Bornum im Landkreis Wolfenbüttel laut „Braunschweiger Zeitung“ nach einem tödlichen Schwächeanfall mit einem Trecker von einer Straße abgekommen. Der Kreis Goslar bestätigte am Dienstag, dass ein Anrufer über den Notruf 112 bei der Goslarer Leitstelle landete. Der Anrufer hätte jedoch eigentlich bei der Leitstelle Braunschweig eingehen müssen. Dass der Notruf in Goslar nicht auf Unverständnis stieß, lag daran, dass es auch im Kreis Hildesheim eine Gemeinde mit dem Namen Bornum gibt.

Ob dem Landwirt noch hätte geholfen werden können, ist unklar. Ohne die Panne wäre der Notarzt vermutlich 15 Minuten früher vor Ort gewesen.

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„Im Regelfall wird erkannt, wo sich der Handy-Anrufer befindet und er wird mit der richtigen Leitstelle verbunden“, erklärte Torge Malchau, stellvertretender Leiter der Braunschweiger Feuerwehr. In diesem Fall ging der Anruf jedoch in den etwa zehn Kilometer südlich angrenzenden Kreis Goslar. Nach wenigen Minuten habe sich jedoch herausgestellt, dass Bornum im Kreis Wolfenbüttel gemeint ist und die zuständigen Rettungskräfte seien informiert worden.

Das Problem fehlgeleiteter Notrufe ist nicht neu: Auch beim Festnetz soll es laut Malchau in der Nähe von Kreisgrenzen immer wieder Probleme mit der bundesweit einheitlichen Notrufnummer 112 geben.

dpa

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