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Panorama Randale in Freibädern: Ausweispflicht soll für Ruhe sorgen
Nachrichten Panorama Randale in Freibädern: Ausweispflicht soll für Ruhe sorgen
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22:14 27.07.2019
Das Düsseldorfer Rheinbad ist am Freitagabend erneut mit Hilfe der Polizei geräumt worden. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa
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Düsseldorf

Wer rein will, muss sich ausweisen können: Nach einer wiederholten Räumung wegen Randale werden im Düsseldorfer Rheinbad künftig Ausweise kontrolliert. Das sagte eine Sprecherin der Stadt am Samstag. Zudem gibt es Überlegungen den Ticketverkauf vor Ort abzuschaffen.

Am Freitag hatte die Polizei das Freibad wegen aggressiver Besucher auf Wunsch der städtischen Bädergesellschaft geräumt. Am Samstag öffnete das Rheinbad wieder und verstärkte das Security-Personal.

Laut Polizei waren etwa 60 junge Männer und Jugendliche an dem Tumult beteiligt. Es habe sich dabei ausschließlich um Personen nordafrikanischer Herkunft gehandelt, sagte ein Sprecher. Insgesamt waren 1500 Badegäste anwesend. Ende Juni war das Schwimmbad schon zwei Mal nach Streits und kleineren Schlägereien vorzeitig geräumt worden.

Die Polizei berichtete am Samstag, es seien zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet worden: eines wegen Beleidigung eines Polizisten, ein weiteres wegen Bedrohung und Beleidigung einer Bademeisterin.

Brennpunkt Schwimmbad?

Aggressive Gäste: Bademeister schlagen Alarm

Der Streit hatte sich offenbar daran entzündet, dass die Gruppen Rutschbahn und Sprungturm für sich allein beanspruchten. Als die Jugendlichen sich nicht an die Anweisungen des Personals hielten, war die Polizei verständigt worden, die mit 20 Mann vor Ort war.

Bald nur noch personalisierte Online-Tickets?

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) sprach von einer erneuten Provokation, die „vollkommen inakzeptabel“ sei. Die Bürger müssten sich jederzeit in den Bädern der Stadt sicher fühlen. Er wolle am Montag in Gesprächen mit den Entscheidungsträgern im Rathaus die Konsequenzen konkretisieren. Am Montag soll auch über die Einführung eines personalisierten Ticketverkaufs gesprochen werden, so Geisel gegenüber der „Bild“.

An anderer Stelle wird diese Methode bereits umgesetzt. Die Betreiber der „Blauen Lagune“ in Wachtendonk am Niederrhein haben sich entschieden, nur noch personalisierte Online-Tickets zu verkaufen. Sie nennen es „Sorglos-Visum“. Vor Ort können keine Eintrittskarten mehr erworben werden, teilte das Naturbad auf seiner Homepage mit.

Die Betreiber begründen den Schritt damit, dass „diejenigen, die anderen den Spaß verderben, beim nächsten Mal draußen bleiben“ müssten. Denn die Kunden müssen beim Kauf Namen und Anschrift angeben.

Schon am letzten Juni-Wochenende hatten sich im Rheinbad mehrere Hundert Jugendliche und junge Männer zusammengetan. Ihrer Sprache und ihrem Aussehen nach seien viele von ihnen nordafrikanischer oder arabischer Herkunft gewesen, hatte ein Polizeisprecher damals gesagt. Daraufhin wurde ein Sicherheitsdienst beauftragt, der nun erneut verstärkt werden soll.

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Von RND/ka/dpa