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Panorama Schülerticket falsch ausgefüllt: Bahnkontrolleurin bringt 15-Jährigen zur Polizei
Nachrichten Panorama Schülerticket falsch ausgefüllt: Bahnkontrolleurin bringt 15-Jährigen zur Polizei
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10:49 19.09.2019
Eine Kontrolleurin der Deutschen Bahn soll einen 15-Jährigen aufs Revier geschleppt und ihn beileidigt haben. Quelle: imago images / Rüdiger Wölk
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Stuttgart

Eine besonders rabiate Bahnkontrolleurin sorgt in Stuttgart für Diskussionen. Wie die „Stuttgarter Nachrichten“ berichten, soll sie einen 15-Jährigen aufs Polizeirevier gebracht haben, nachdem dieser seine Schülerferienkarte nicht korrekt ausgefüllt hat.

Laut der Zeitung hatte der Junge statt seines Vornamens seinen Spitznamen auf dem Ticket eingetragen. Mit dem Fahrschein in der Tasche und seiner 21 Jahre alten Schwester habe er sich am letzten Sommerferienwochenende auf den Weg zum Bodensee gemacht – dort wollten die beiden einen schönen Tag verbringen.

Urkundenfälschung

Der Weg dorthin wurde jedoch in Ulm unterbrochen – denn dort stießen die beiden auf eine Bahnkontrolleurin, die mit der Fahrkarte des Jungen überhaupt nicht einverstanden war. Laut dem Bericht rief die Kontrolleurin sogar die Bundespolizei hinzu und brachte die Geschwister aufs Polizeirevier.

Wie die Mutter der Zeitung berichtet, habe die Frau ihrem Sohn „Urkundenfälschung“ vorgeworfen – und das nur, weil er statt seines Namens seinen abgekürzten Spitznamen eingetragen hatte.

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Es folgen Beleidigungen

Doch es kam noch härter: Laut der Mutter seien auch Beleidigungen gefallen. Die Kontrolleurin soll den 15-Jährigen gefragt haben: „Bist du denn behindert, dass du nicht weißt, wie du heißt?“ Seine Mutter: „Mehrere Fahrgäste waren total entsetzt und sind mit aufs Revier, um für ihn auszusagen.“

Nun hat der Fall wahrscheinlich ein juristisches Nachspiel. Allerdings nicht für den 15-Jährigen und seine Schwester – sondern für die Kontrolleurin. Noch auf dem Revier hätten die Polizisten dem Jungen geraten, Anzeige gegen die Kontrolleurin zu erstatten. Die Familie habe den Rat befolgt.

Die Bahn wollte sich zum Fall zunächst nicht näher äußern.

RND/msc

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