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Panorama Schwangere bringt todgeweihtes Baby zur Welt – um anderen zu helfen
Nachrichten Panorama Schwangere bringt todgeweihtes Baby zur Welt – um anderen zu helfen
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22:39 14.01.2019
Ein Säugling liegt in einem Bett. Quelle: Arno Burgi/dpa
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Cleveland

Krysta Davis war in der 18. Wochen schwanger, als sie vom Arzt die niederschmetternde Diagnose erhält: Bei ihrer Tochter wurde Anenzephalie festgestellt, eine schwere Fehlbildung, bei der Teile des Gehirns fehlen. Die junge Frau aus Cleveland im US-Staat Tennessee stand vor der schweren Entscheidung, die Geburt sofort einzuleiten oder das Kind auszutragen – in der sicheren Gewissheit, dass es noch im Mutterleib oder aber kurz nach der Geburt sterben würde. Die 23-Jährige entschied sich, ihr Kind zu behalten – und so später das Leben zweier anderer Babys zu retten.

Die englische Zeitung „Mirror“ zitiert Krysta Davis mit den Worten: „Sie auszutragen bedeutete, dass wir die Möglichkeit hatten, ihre Organe zu spenden, damit andere Mütter ihre Babys nach Hause bringen können.“ Für sie und ihren Freund Derek Lovett (26) sei dieser Gedanke der Grund für ihre Entscheidung gewesen.

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An Heiligabend wurde Rylei schließlich geboren und überlebte eine Woche, bevor sie an Silvester in den Armen ihrer Eltern starb. Ihre Erinnerung aber wird weiterleben – auch in zwei anderen Neugeborenen, die Dank Ryleis Herzkammern leben können; ihre Lunge wurde an eine Forschungseinrichtung gespendet. „Nachdem sie gestorben war, kam der Chirurg zu uns und hat gesagt, dass er eine Familie wie uns in zwölf Jahren noch nicht getroffen hat“, sagte Davis. „Es hat sich wunderbar angefühlt zu wissen, dass wegen Rylei zwei andere Kinder nach Hause kommen, das hat uns am meisten berührt.“

Von RND