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Panorama Schwerverletzter wurde „einfach an die Straße geworfen“
Nachrichten Panorama Schwerverletzter wurde „einfach an die Straße geworfen“
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13:48 04.11.2011
An der B3 bei Elze wurde ein schwer verletzter Mann gefunden. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Elze

Ein von unbekannten Tätern halb tot geschlagener Mann, der an der B3 lag, gibt Polizei und Staatsanwaltschaft im Kreis Hildesheim weiter Rätsel auf. Auch drei Tage, nachdem zwei Männer eines Sicherheitsdienstes das hilflose Opfer zwischen Elze und Gronau im Straßengraben entdeckt haben, sei der Hintergrund des Verbrechens noch völlig unklar, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Nach den Worten von Staatsanwältin Christina Pannek hätten Unbekannte das Opfer “übel zugerichtet“ und den spärlich bekleideten Schwerverletzten dann offensichtlich „einfach an die Straße geworfen“. Der 27-Jährige, zu dessen Identität die Behörden aus „ermittlungstaktischen Gründen“ keine näheren Angaben machen wollen, ist weiterhin auf der Intensivstation.

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Zwei zufällig vorbeifahrende Mitarbeiter eines Alfelder Sicherheitsunternehmens hatten den Mann am Dienstag in den frühen Morgenstunden gefunden. Der 27-Jährige sei hilflos gewesen und habe nur noch wimmern können, sagte Staatsanwältin Pannek. Der Mann habe nur ein dünnes Hemd und eine Hose getragen. Die Füße seien nackt gewesen. Da es am Fundort keinerlei Kampfspuren gab, gehen die Ermittler davon aus, dass Tatort und Fundort nicht identisch sind.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der 27-Jährige am Wochenende Verwandte in Elze besucht, sich von diesen aber bereits am Sonntagabend verabschiedet. Wo er sich dann bis zum Dienstagmorgen aufgehalten hat und was ihm zugestoßen ist, liege noch immer im Dunkeln, sagte der Polizeisprecher. Der Mann gehöre weder irgendeiner kriminellen Szene an, noch sei etwas von familiären Zwistigkeiten bekannt.

dpa

04.11.2011
Heinrich Thies 04.11.2011