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Panorama Schwester von vermisster Rebecca bei Markus Lanz: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie tot ist“
Nachrichten Panorama Schwester von vermisster Rebecca bei Markus Lanz: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie tot ist“
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13:41 06.06.2019
Vivien Reusch war zu Gast in der Talkshow von Markus Lanz. Quelle: imago images / APress
Mainz

Vivien Reusch, die Schwester der seit Februar vermissten 15-jährigen Schülerin Rebecca, war am Mittwoch in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz zu Gast. Sie glaubt noch immer daran, dass Rebecca lebt und hofft, dass sie eines Tages nach Hause zurückkehrt. „Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie tot ist“, sagte die 23-Jährige. Außerdem erklärte sie, wie es dazu kam, dass ein offensichtlich bearbeitetes Porträtfoto ihrer Schwester von der Polizei veröffentlicht wurde.

Auf die Frage des Moderators, wie es ihr und der Familie seit dem Verschwinden der Schwester geht, antwortete Vivien Reusch: „Man kann sich das nicht ausmalen. Wir versuchen, unseren Alltag so normal wie möglich zu gestalten.“ Zu lesen, dass nach einer Leiche gesucht wird, würde jedes Mal ungemein schmerzen, sagte sie.

Mehr zum Thema: Vermisste Rebecca: Hellseherin behauptet, dass sie den Aufenthaltsort des Mädchens kennt

Vivien Reusch: Rebecca sieht nicht aus wie auf dem Fahndungsfoto

In den vergangenen Monaten war immer wieder die Frage aufgekommen, warum für die Suche nach Rebecca ausgerechnet ein offensichtlich digital bearbeitetes Porträtfoto veröffentlicht wurde. Rebecca sieht in Wirklichkeit anders aus als auf dem Bild, dass sie mit stark geschminktem Gesicht und dicken roten Lippen zeigt.

Als in der TV-Sendung zwei verschiedene Fotos von Rebecca gezeigt wurden, bestätigte Vivien Reusch, dass ihre Schwester tatsächlich nicht so aussieht wie auf dem Suchbild. Mit dem Fahndungsfoto würde man sie auf der Straße nicht erkennen.

Experte für Vermisstenfälle sprach über Fall Rebecca

„Meine Familie hat der Polizei auch andere Fotos zugespielt, wo Rebecca mehr nach Rebecca aussieht“, sagte Vivien Reusch. Die Beamten hätten allerdings das eine Bild ausgewählt und sich dafür entschieden, es zu veröffentlichen.

Peter Jamin, Buch-Autor und Experte für Vermisstenfälle, war ebenfalls bei Markus Lanz zu Gast. Er äußerte die Vermutung, dass das bearbeitete Foto von Rebecca vor allem aus dem Grund veröffentlicht worden sei, weil es eine hübsche junge Frau zeige. „Wenn es eine hässliche dicke Frau wäre, dann wäre dieses Foto nicht so oft in den Medien erschienen“, sagte er.

Rebecca vor drei Monaten verschwunden – Polizei ermittelt weiter

Rebecca war am 18. Februar aus dem Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers in Berlin-Britz, einem Stadtteil im Berliner Bezirk Neukölln, verschwunden. Die Kriminalpolizei hält mehrere Indizien gegen den Schwager für ausschlaggebend. Er sei an dem Vormittag allein mit Rebecca im Haus gewesen, habe laut seinen Handydaten nicht geschlafen, wie er behauptet habe, und könne seine beiden Fahrten an dem Vormittag und am nächsten Tag nach Brandenburg nicht erklären, so teilte es die Mordkommission mit. Rebeccas Familie beteuerte immer wieder in Interviews die Unschuld des Schwagers.

Trotz der wochenlangen aufwendigen Suche in Wäldern und an Seen im Osten Brandenburgs konnte die Polizei die Leiche von Rebecca nicht finden. Zwischenzeitlich kümmerten sich im Landeskriminalamt mehr als 30 Leute um den Fall. Ohne Leiche und entsprechende Spuren sind die Ermittlungen sehr schwierig. Bei den Ermittlern heißt es aber, solche Fälle könnten auch nach Jahren noch gelöst werden, wenn Hinweise oder Spuren auftauchen. Endgültig geschlossen werden die Akten nicht. Die Polizei geht von einem Mordfall aus - und Mord verjährt nicht.

Mehr zum Thema: Seit zwei Monaten verschwunden: Die verzweifelte Suche nach Rebecca (15)

Von RND

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