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Panorama Seeleute sitzen auf ihren Frachtern fest
Nachrichten Panorama Seeleute sitzen auf ihren Frachtern fest
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09:20 27.08.2013
Seit dem 14. Juli liegen die drei Frachter auf der „Neuen Reede Nord“ nördlich der Insel Wangerooge vor Anker.
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Bremen

Am Montag hat das gemeinsame Havariekommando von Bund und Küstenländern in Cuxhaven die Gesamtleitung eines Hilfseinsatzes übernommen. Ein Expertenteam erreichte am Montagabend die Schiffe, um die Lage zu erkunden und ärztliche sowie psychologische Hilfe anzubieten.

Nach Angaben des Havariekommandos liegen die Frachter seit dem 14. Juli auf der „Neuen Reede Nord“ nördlich der Insel Wangerooge vor Anker. Wie eine Behördensprecherin erläuterte, gehören die Schiffe vermutlich einem Eignerkonsortium in Marokko und waren lange im Auftrag der Reederei Maersk unterwegs.

Nach dem Auslaufen der Maersk-Charteraufträge habe der Eigner aber keine neuen Kunden gefunden und die Frachter bei Wangerooge ankern lassen, ohne sich weiter um ihr Schicksal zu kümmern.

Mittlerweile, so eine Sprecherin, sei der Eigner insolvent und könne die Rechnungen nicht mehr bezahlen, etwa für die Telekommunikation. Daraufhin habe der Flaggenstaat Gibraltar die nötigen Sicherheitszertifikate entzogen, was wiederum die deutsche „Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft“ dazu bewogen habe, eine „Festhalteverfügung“ zu erlassen.

Die Schiffe dürften also derzeit nicht mehr weiterfahren. Für die Besatzungen bedeutet dies, dass sie keine Heuer mehr erhalten und kein Geld mehr haben, um sich Proviant zu kaufen und den Schiffsbetrieb aufrechtzuerhalten. Derzeit lebten die Seeleute von Reserven und von Hilfeleistungen des ehemaligen Charterers Maersk. „Für die Besatzungen ist diese Situation unzumutbar“, meinte der Bremer Abgeordnete Beckmeyer als Maritimer Koordinator der SPD-Bundestagsfraktion. Nach seiner Darstellung können die Seeleute keine Abfälle mehr entsorgen und müssen seit Wochen auf frische Lebensmittel verzichten.

Von Eckhard Stengel

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