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Panorama Seit hundert Jahren eisgekühlt
Nachrichten Panorama Seit hundert Jahren eisgekühlt
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20:08 17.11.2009
Quelle: AFP (Archiv)
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Denn Sir Ernest war es, der das kostbare Gut im März 1909 unter der Hütte zurückließ. Die Abfahrt drängte damals. Das Wintereis der Antarktis drohte Shackletons Schiff den Weg abzuschneiden. Um den Whisky zu retten, war die Zeit zu knapp.

Entdeckt wurden die Kisten zwar schon vor ein paar Jahren, doch erst jetzt hat man beschlossen, sie aus dem Eis zu schneiden, um sie der Nachwelt zu präsentieren. Spezielle Maschinen will Neuseelands „Antarktis-Trust zur Wahrung des Kulturerbes“ benutzen, um an die Flaschen zu kommen. In Neuseeland soll der Fund begutachtet und konserviert werden, bevor er anschließend in der Hütte seinen festen Platz findet.

Die Hütte nämlich, die Shackleton selbst baute, sucht der Trust Schritt für Schritt in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Hier, wo der Forscher mit seinen Leuten in vor Kälte klirrenden Schlafsäcken aus Rentierfell die eisigsten Monate seines Lebens verbrachte, soll der gelegentliche Besucher einen authentischen Eindruck davon erhalten, wie das Team inmitten von Küchengerätschaften, Arzneimitteln, Lebensmitteldosen und einem kleinen Öfchen hauste, bevor es sich zum Marsch zum Südpol aufmachte.

Das Unternehmen scheitere damals, sodass zwei Jahre später der Norweger Roald Amundsen für sich in Anspruch nehmen konnte, den Pol als Erster erreicht zu haben. Shackleton gelang es gerade noch, seine Leute wieder zur Ausgangshütte zu dirigieren und von dort aus, keine Minute zu früh, per Schiff zurück in die Heimat zu segeln. Zu diesem Zeitpunkt, im März 1909, ließ die Expedition laut Antarktis-Trust-Sprecher Al Fastier die Whiskyflaschen samt anderem Proviant in der Hütte zurück: „Ich persönlich glaube ja, dass es ein Versehen war. Warum sonst hätten sie das Zeug nicht getrunken?“

Ob es ursprünglich mehr als zwei Kisten gab, weiß der Trust-Sprecher nicht zu sagen. Von leeren Flaschen, einem frühen Zeugnis leichtfertiger Antarktisverschmutzung, ist bisher jedenfalls keine Rede gewesen.

Dass es nach den inzwischen verflossenen hundert Jahren noch sinnvoll sei, die Flaschen zu öffnen und den Whisky – Marke McKinlay and Co – zu trinken, bezweifelt Fastier allerdings: „Es wäre schrecklich, ihn zu probieren und festzustellen, dass er ungenießbar geworden ist.“ Das ist nun keineswegs eine Ansicht, die der Whiskyhersteller Whyte and Mackay teilt, zu dessen Unternehmen die McKinlay-Marke gehört.

In der schottischen Brennerei würde man den längst nicht mehr produzierten Tropfen liebend gern einmal zu schmecken (und zu analysieren) bekommen. Der Firmenchef für die rechte Mischung des „goldenen Wassers“, Richard Paterson, hält es sogar für möglich, Shackletons Whisky neu zu schöpfen – „wenn wir nur genug davon bekommen könnten“.

von Peter Nonnenmacher

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