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11:53 29.10.2013
Bei Schäden am Auto kommen Teil- oder Vollkasko-Versicherung auf. Quelle: Dröse
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Was tue ich, wenn mein Haus beschädigt wurde?

Hausbesitzer dokumentieren Sturmschäden am besten mit Fotos. Außerdem sollten sie nach einem Schaden sofort die Versicherung informieren. Das rät Bianca Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg. Ab Windstärke acht greife bei Sturmschäden die Hausrat- und Gebäudeversicherung. Versicherte haben eine sogenannte Schadenminderungspflicht. Ist etwa das Dach beschädigt, müssen sie gelagerte Gegenstände auf dem Dachboden mit Folie abdecken, erklärt Boss. Die Mitwirkungspflicht habe aber Grenzen. So sei niemand gezwungen, sich selbst bei einem Sturm in Lebensgefahr zu begeben.

Eine Gebäudeversicherung kommt für Schäden an einer Immobilie auf - dazu gehören auch durch Sturm beschädigte Fenster oder Türen. Die Versicherung sei keine Pflicht, werde aber bei der Finanzierung von den Banken in der Regel vorgeschrieben. Schäden an Dingen wie der Satellitenschüssel oder der Markise sind durch eine Hausrat-Versicherung abgesichert. Hierbei sei es besonders wichtig, Schäden nicht nur zu dokumentieren, sondern die beschädigten Gegenstände aufzubewahren und nicht sofort eigenmächtig zu reparieren. "Die Versicherung braucht diese Gegenstände, um die Schäden prüfen zu können", betont Boss.

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Wer zahlt für Schäden am Auto?

Für Sturmschäden an Autos kommt die Kfz-Kaskoversicherung auf. Eine Teilkaskopolice reicht nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft aus. Die vereinbarte Selbstbeteiligung wird abgezogen. Vollkaskoversicherte müssen keinen Verlust ihres Schadenfreiheitsrabatts befürchten. Versichert sind zum Beispiel Schäden durch Äste oder Dachpfannen, die aufs Auto gewirbelt wurden. Betroffene sollten die Sturmschäden möglichst mit Fotos dokumentieren und zügig ihrem Kfz-Versicherer melden.

Habe ich als Flugreisender Anspruch auf einen Ersatzzug?

Fällt der Flug wegen des Sturms aus, kann man einen Ersatzflug beanspruchen. Bei mehr als fünf Stunden Verspätung, kann der Reisende aber auch vom Flug zurücktreten und sich den Preis erstatten lassen. Anspruch auf Entschädigung gibt es aber nicht, da es sich um höhere Gewalt handelt.

Wie sieht es bei der Bahn aus?

Wenn ein Zug etwa wegen eines Sturms zu spät ankommt, muss die Bahn ihren Fahrgästen den Fahrpreis teilweise erstatten. Im Gegensatz zu den Flugreisen gibt es einen entscheidenden Unterschied: Bei Fällen höherer Gewalt gelten die gleichen Regeln wie bei selbst verschuldeten Verspätungen, wie der EuGH kürzlich in einem Urteil entschied. Ein Fahrgast kann 25 Prozent des Fahrpreises zurückverlangen, wenn die Verspätung 60 bis 119 Minuten beträgt. Bei Verspätungen von mehr als zwei Stunden hat er Anspruch auf die Hälfte des gezahlten Fahrpreises.

sag/dpa/r.

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