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Panorama Taifun in Japan: Kanadisches Rugby-Team hilft bei Aufräumarbeiten
Nachrichten Panorama Taifun in Japan: Kanadisches Rugby-Team hilft bei Aufräumarbeiten
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12:58 14.10.2019
Kanadische Rugby-Spieler reinigen eine Straße in Kamaishi, nachdem ihr Rugby-Spiel gegen Namibia wegen des Taifuns „Hagibis“ abgesagt worden ist. Quelle: Uncredited/Kyodo News/dpa
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Kamaishi

In Japan fand gerade die Rugby-Weltmeisterschaft statt, als der außergewöhnlich starke Taifun „Hagibis“ über das Land hinwegzog. Neben zahlreichen Verletzten wurden viele Häuser zerstört und Gegenden verwüstet. Aus Sicherheitsgründen musste auch das Spiel des kanadischen Rugby-Teams gegen Namibia gestrichen werden. Die kanadische Mannschaft verpasste somit ihre letzte Chance, einen Sieg in der WM zu erzielen. Doch statt direkt abzureisen, blieb das Team in dem Austragungsort Kamaishi, um den örtlichen Bewohnern nach dem Unwetter bei den Aufräumarbeiten zu helfen, wie die Japan Times“ berichtet.

„Sie hätten das Gleiche für uns getan“

Durch die heftigen Regenfälle hatte es starke Überschwemmungen in der Region gegeben. Nachdem das Spiel aufgrund des Taifuns abgesagt wurde, halfen die kanadischen Rugby-Spieler, Schlamm und Dreck von den Straßen und aus den Wohnungen der Bewohner zu schaufeln. Der Teamkapitän Tyler Ardron sagte der „Japan Times“: „Ich glaube, sie hätten dasselbe für uns getan, wenn wir in Kanada gewesen wären. Also haben wir an unserem freien Tag geholfen.“ Das Team sei zwar enttäuscht gewesen, nicht spielen zu können, aber sie hätten auf diese Art „das Beste draus gemacht“.

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Bewohner sind dankbar für die Hilfe

Wie die Zeitung weiter berichtete, haben insgesamt 15 Spieler und Teammitglieder zwei Stunden lang Sandsäcke voller Schlamm fortgetragen. Die örtlichen Bewohner zeigten sich dankbar für die tatkräftige Unterstützung. „Sie sind so viel stärker als wir“, teilte eine Bewohnerin der „Japan Times“ mit. „Sie waren nur für kurze Zeit hier, aber ihre Schnelligkeit ist beeindruckend. Es tut mir leid, dass sie nicht spielen konnten, aber sie waren uns eine große Hilfe.“

Neben der Rugby-WM sollte auch die Formel 1 in Japan stattfinden – einige Rennen wurden aufgrund des Sturms verlegt oder ebenfalls gestrichen.

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RND/al

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