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Panorama Tausende Menschen legen Hafen in Oakland lahm
Nachrichten Panorama Tausende Menschen legen Hafen in Oakland lahm
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11:22 03.11.2011
Tausende Anhänger der Occupy-Bewegung strömen am Mittwoch zum Hafen nach Oakland. Quelle: dpa
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Oakland/Berlin

Nach Medienberichten gingen 5.000 Demonstranten auf die Straße. Die Gruppe "Occupy Oakland" hatten zu einem Streik aufgerufen, an dem sich viele Lehrer und städtische Angestellte beteiligten.

Die Aktion der Anti-Wall-Street-Bewegung lief überwiegend friedlich ab. Nur eine kleine Gruppe von Demonstranten habe randaliert und Sachschaden angerichtet, sagte Oaklands Bürgermeisterin Jean Quan. An einigen Gebäuden, darunter Banken und Geschäfte, seien Scheiben eingeschlagen worden. Die Polizei warnte die Aktivisten, ein Betreten der Hafenanlagen sei ein Bundesvergehen. Ein Sprecher des Hafens erklärte, der Betrieb stehe effektiv still.

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Eine Woche zuvor war es bei Anti-Banken-Protesten in Oakland zu schweren Zwischenfällen mit Dutzenden Festnahmen gekommen. Unter Einsatz von Tränengas hatte die Polizei ein Zeltlager in der Innenstadt räumen lassen. Dabei war ein Demonstrant schwer verletzt worden. Die Stadtverwaltung hatte sich zuvor über sanitäre Probleme, angeblichen Drogenmissbrauch und Ausschreitungen in dem Zeltlager beschwert.

Deutschland: "Banken in die Schranken!"

Die Kapitalismuskritiker in Deutschland rufen zu weiteren Großdemonstrationen auf. Am 12. November wollen Anhänger der weltweiten "Occupy"-Bewegung unter dem Motto "Banken in die Schranken!" mit Menschenketten das Frankfurter Finanzzentrum und das Berliner Regierungsviertel umzingeln. Dazu riefen am Donnerstag das globalisierungskritische Netzwerk Attac, das Kampagnennetzwerk Campact und die Naturfreunde Deutschlands auf. "Mit den Umzingelungen werden wir Druck auf die Bundesregierung machen und grundlegende Konsequenzen aus der Finanz- und Eurokrise einfordern. Es ist an der Zeit, endlich die Banken zu entmachten und den Reichtum umzuverteilen", sagte Jutta Sundermann vom Attac-Koordinierungskreis. "Gemeinsam wollen wir echte Demokratie erkämpfen."

Die Bewegung "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") hatte im September in New York ihren Ausgang genommen und sich auf andere Städte ausgeweitet. Die Menschen wollen die Macht der Banken brechen, verlangen höhere Steuern für Reiche und Verbesserungen im Sozialsystem.

dapd/dpa/fh

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