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Panorama Über 50 Tote bei Fährunglück
Nachrichten Panorama Über 50 Tote bei Fährunglück
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09:13 30.11.2009
Fährunglück: Mit mehr als tausend Passagieren war das Schiff völlig überladen. Quelle: afp
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Die mit mehr als tausend Passagieren völlig überladene Fähre nahm Kurs auf einen Flussanleger auf der Insel Bhola im Süden des Landes, als sie am Freitagabend kenterte.

Tausende Menschen warteten in dem abgelegenen Dorf Nazirpur am Ufer des Flusses Tentulia auf Nachrichten über ihre vermissten Familienangehörigen. Bislang seien 51 Leichen gefunden worden, sagte der örtliche Polizeichef Zakir Hossain. Unter den Todesopfern seien 20 Kinder und elf Frauen. Die Behörden gingen von einer noch leicht steigenden Opferzahl aus. Nach Angaben der Bezirksverwaltung waren die Bergungsarbeiten am Sonntag fast abgeschlossen. Genaue Angaben zur Zahl der Vermissten lagen allerdings nicht vor.

Nach Angaben des Polizeichefs war die Fähre „Coco-4“ mit vermutlich mehr als tausend Passagieren völlig überladen. Das Schiff war für 665 Fahrgäste ausgelegt. „Es gab auf dem Schiff keinen freien Platz mehr“, sagte der 30-jährige Passagier Mohammad Ripon, der sich durch einen Sprung ins Wasser retten konnte. „Jeder Zentimeter war voll mit Fahrgästen.“

Schifffahrtsminister Shahjahan Khan ordnete eine Untersuchung des Unglücks an. Seinen Angaben zufolge war auf dem Schiff eine Panik ausgebrochen, nachdem Besatzungsmitglieder kurz vor der Einfahrt in den Hafen die Ausgänge verschlossen hatten, um Passagiere ohne Fahrschein ausfindig zu machen. Die Fähre sei daraufhin in eine Schieflage geraten, gekentert und gesunken. Die meisten Passagiere hätten sich jedoch schwimmend an Land gerettet.

Polizisten, Feuerwehrleute und Anwohner eilten nach der Katastrophe in das rund 250 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka gelegene Dorf, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen. Viele der Reisenden waren am Freitag auf dem Weg zu Angehörigen gewesen, um das muslimische Opferfest Eid el Adha zu feiern.

In Bangladesch, dessen 230 Flüsse von Millionen Menschen als Verkehrswege genutzt werden, sind Schiffsunglücke keine Seltenheit. Die Schiffe sind oft überladen, die Sicherheitsbestimmungen mangelhaft. Schätzungen zufolge kamen seit 1977 mehr als 3000 Menschen bei Fährunglücken ums Leben.

afp

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