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Panorama Unbekannte legen Schweinekopf auf Bauplatz für Moschee ab
Nachrichten Panorama Unbekannte legen Schweinekopf auf Bauplatz für Moschee ab
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22:36 19.02.2019
Unbekannte haben einen Schweinekopf auf dem Gelände am Holbeinplatz abgelegt. Auch eine Pfote entdeckten Passanten. Quelle: Maik Maczollek
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Rostock

Bislang unbekannte Täter haben am Dienstag Körperteile eines Schweins am Rostocker Holbeinplatz abgelegt. Passanten, die darauf aufmerksam wurden, vermuten einen Zusammenhang zum geplanten Bau einer Moschee auf dem Gelände in der Nähe des Ostseestadions. Am Abend wurde dann auch Kritik an dem Vorhaben im Ortsbeirat des Hansaviertels laut.

„Wir müssen etwas dagegen tun“, sagte ein Anwohner. Die Belastung durch Verkehr und Parkplatzmangel sei schon jetzt enorm – und werde durch eine Moschee weiter zunehmen, so die Sicht des Mannes. „Wir wohnen hier an der meist befahrenen Straße des Landes. Auch haben wir die Uniklinik, die Fußballspiele und die Marine, die gerade ihr Hauptquartier ausbaut und mehr Arbeitsplätze schaffen will“, zählte er auf.

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Der Anwohner forderte mehr Informationen zu dem Vorhaben. „Ich habe das Gefühl, das soll alles möglichst flach gehalten werden.“

Der Ortsbeirat sieht jedoch kaum Handlungsmöglichkeiten. Die Bürgerschaft entscheide, hieß es. „Wir werden dort über unsere Fraktionen entsprechenden Druck ausüben“, sagte Beiratschef Karsten Cornelius (SPD). Er und die anderen Mitglieder hätten erst aus der Ostsee-Zeitung von dem Vorhaben erfahren. „Fragen dazu können wir daher nicht beantworten, weil wir selbst keine weiteren Informationen erhalten haben.“

Polizei: „Wir behandeln das wie einen Tatort“

Hintergrund: Die muslimische Gemeinde in Rostock ist inzwischen auf rund 2000 Mitglieder angewachsen. Der bisherige Gebetsraum an der Erich-Schlesinger-Straße reicht für diese Anzahl nicht mehr aus. Zudem soll der Raum schon bald dem neuen Wohn- und Wissenschaftsgebiet „Groter Pohl“ weichen. Das Rathaus half dem Islamischen Bund daher bei der Suche nach einem geeigneten Standort für einen Neubau. Drei potenzielle Bauplätze kamen infrage.

Wegen der Schweinsteile rückte noch am Dienstagabend die Spurensicherung der Polizei an. „Wir behandeln das wie einen Tatort“, sagte Dörte Lembke, Sprecherin der Polizeiinspektion Rostock. Ob ein Zusammenhang zu dem geplanten Moschee-Bau besteht, sei noch zu klären, so Lembke. Zunächst werde die Polizei untersuchen, woher die tierischen Abfälle stammen.

Weiterlesen: Rostock plant Moschee nahe dem Ostseestadion

Von RND/André Wornowski/Andreas Meyer

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