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Panorama Walter Lübcke passte in Tatnacht auf seinen Enkel (1) auf – Sohn fand erschossenen Politiker
Nachrichten Panorama Walter Lübcke passte in Tatnacht auf seinen Enkel (1) auf – Sohn fand erschossenen Politiker
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14:24 06.06.2019
Ermittler der Polizei stehen auf der Terrasse am Haus des verstorbenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Quelle: Swen Pförtner/dpa
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Kassel

Im mysteriösen Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sind neue Details bekannt geworden. Wie der Hessische Rundfunk (hr) berichtet, war Lübcke in der Tatnacht nicht allein Zuhause, sondern passte auf seinen einjährigen Enkel auf – gemeinsam mit seiner Frau und seiner Schwiegertochter.

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Als Babysitter hütete Lübcke laut hr seinen einjährigen Enkelsohn. Der Vater des Kinds, Lübckes jüngerer Sohn, besuchte demnach die Weizenkirmes, die auf der Wiese unmittelbar neben dem Anwesen des CDU-Politikers in Wolfhagen-Istha (Kassel) stattfand. Der Sohn war es demnach auch, der gegen 0.30 Uhr in der Nacht zum Sonntag bemerkte, dass noch Licht brannte. Er habe seinen erschossenen Vater auf der Terrasse gefunden.

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Walter Lübcke bekam am Tatabend offenbar Besuch

Weiterhin berichtet der hr, dass Lübcke am Abend nach Aussagen von Anwohnern noch Besuch hatte und beim Gespräch auf der Terrasse viel gelacht worden sei. Der Gast habe sich gegen 23 Uhr verabschiedet. Seine Frau und seine Tochter sollen im Haus schlafen gegangen sein, Lübcke soll im Garten und auf der Terrasse geblieben sein und geraucht haben, schreibt der hr.

Der 65 Jahre alte Lübcke war in der Nacht zu Sonntag durch einen Schuss in den Kopf getötet worden. Der CDU-Politiker wurde auf der Terrasse seines Wohnhauses in dem Dorf Wolfhagen-Istha gefunden. Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus.

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Walter Lübcke war aus nächster Nähe erschossen worden

Der Schuss sei nach bisherigen Erkenntnissen aus nächster Nähe abgefeuert worden, teilten die Polizei und Staatsanwaltschaft am Montagabend mit. Darüber hinaus gab es keine weiteren Angaben, auch zu einem möglichen Motiv gab es keine Informationen. Die Staatsanwaltschaft Kassel leitete ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen des Verdachts der Tötung ein.

Nach Bekanntwerden des Todes von Lübcke tauchten auf sozialen Medien Hasskommentare auf. Dazu sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, dass die Ermittler Kommentare über soziale Medien gegebenenfalls „auf strafrechtliche Relevanz überprüfen werden“.

Auch in der TV-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ wurde am Mittwochabend über den Fall berichtet. Anschließend waren neue Hinweise bei den Ermittlern eingegangen. „Eine ganz heiße Spur war aber noch nicht dabei“, sagte der Soko-Sprecher der Polizei, Torsten Werner

Von RND

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