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Panorama Gondel-Drama mit drei Toten: Die Ursache des Unglücks
Nachrichten Panorama Gondel-Drama mit drei Toten: Die Ursache des Unglücks
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17:14 03.09.2019
Drei Menschen sind beim Absturz einer Wartungsgondel an einem Sendeturm ums Leben gekommen. Quelle: Uwe Zucchi/dpa
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Eschwege

Beim Absturz einer Wartungsgondel an einem Sendemast sind am Dienstag in Nordhessen drei Männer getötet worden. Die Mitarbeiter einer Berliner Firma stürzten 50 Meter in die Tiefe auf eine Asphaltfläche. Nach bisherigen Ermittlungen habe es einen technischen Defekt im Bereich der Seilwinde gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Männer wurden durch den Aufprall tödlich verletzt und starben noch am Unfallort.

Laut Ermittlern waren die Männer schon seit einigen Tagen mit Arbeiten auf dem Gelände des Hessischen Rundfunks beschäftigt. Der 220 Meter hohe Sendemast steht auf dem Berg Hoher Meißner im Werra-Meißner-Kreis. Für die Arbeiten war vom Boden aus diagonal ein Stahlseil zum Mast gespannt worden. Doch in einer Höhe von 50 Metern sei es aus bislang nicht geklärter Ursache zu Komplikationen gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Gondel habe zunächst freischwingend am Seil gehangen und sei dann zu Boden gestürzt.

In Hessen ist bei Wartungsarbeiten an einem Sendeturm eine Arbeitsgondel 50 Meter in die Tiefe gestürzt. Alle drei Insassen kamen bei dem Unglück ums Leben.

Kollegen der Getöteten sahen Unglück

Bodenpersonal der Firma habe den Absturz beobachtete und Hilfe gerufen. Doch für die Insassen - einen 50-Jährigen aus dem bayerischen Landkreis Freyung-Grafenau, einen 46-Jährigen aus Karlsruhe und einen 27-Jährigen aus Dülmen (Nordrhein-Westfalen) - kam jede Hilfe zu spät. Ihre Kollegen, die den Unfall sahen, würden durch ein Kriseninterventionsteam betreut, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte sperrten die Zufahrt zu dem Gelände ab. Die Kriminalpolizei und das Amt für Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums Nordhessen nahmen Ermittlungen auf. Der Unfallort wurde mit einer Drohne abfotografiert.

Video: Drei Tote bei Absturz von Wartungsgondel in Hessen

Drei Tote bei Absturz von Wartungsgondel an Sendeturm in Hessen

Der Hohe Meißner ist ein Mittelgebirge, das gut 30 Kilometer südöstlich von Kassel liegt. Er gilt auch als beliebtes Ausflugsziel. Der „Sender Hoher Meißner“ ist ein wichtiger Sendestandort des Hessischen Rundfunks (hr). Dieser strahlt darüber sein Fernseh- und Radioprogramm aus. Laut hr war die Firma mit Arbeiten beauftragt worden. Die drei Männer wollten eine neue Antenne für den Hörfunk DAB+ montieren. Denn im Grenzgebiet zwischen Hessen und Thüringen soll die Anlage künftig auch vom Mitteldeutschen Rundfunk für die Abstrahlung von Radioprogrammen genutzt werden.

Der Hessische und Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) zeigten sich von dem Unglück bestürzt. „Unsere Gedanken und unser ganzes Mitgefühl gelten den Familien der drei Männer, die auf so schreckliche Weise ihr Leben verloren haben“, sagten MDR-Intendantin Karola Wille und hr-Intendant Manfred Krupp.

Die Anlage besteht derzeit aus drei Masten, die bis zu 220 Meter hoch sind. Der Unfall ereignete sich an dem höchsten der drei Sendemasten. Wie es genau zu dem tödlichen Absturz kam, werde frühestens am Mittwoch feststehen, erklärte ein Polizeisprecher. Am Dienstagnachmittag wurde noch ein Gutachter der Prüforganisation Dekra am Unfallort erwartet.

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RND/dpa/mat

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