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Panorama Mutter aus Zara-Filiale geworfen, weil sie ihr Baby stillt
Nachrichten Panorama Mutter aus Zara-Filiale geworfen, weil sie ihr Baby stillt
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10:17 05.11.2018
Zara warf eine junge Mutter aus einer Filiale in der Schweiz, weil sie ihr Baby stillte. Quelle: picture alliance
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Spreitenbach

Es sollte ein entspannter Shopping-Bummel mit ihrer Freundin werden, doch für die 22-Jährige Michelle H. endete die Einkaufstour mit einer Demütigung. Die junge Mutter war mit ihrem sechs Monate altem Sohn und einer Freundin im Schweizer Einkaufscenter Tivoli unterwegs. Als sie die Zara-Filiale betraten, bekam ihr Sohn Hunger. Sie gab ihm die Brust und wurde dafür von einem Security-Mitarbeiter aus dem Laden geworfen.

„Ich stillte so diskret, dass man meinte, er schlafe. Niemand hat mich angeschaut – es fiel gar nicht auf“, sagte die junge Mutter der Schweizer Tageszeitung „Blick“. Damit sich die anderen Kunden nicht gestört fühlten, zog sie ihrem Sohn sogar ihr T-Shirt über den Kopf.

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Sicherheitsmann schickt stillende Mutter vor die Tür

Während sich ihre Freundin im Geschäft umsah, gab Michelle ihrem Sohn Milch. Plötzlich kam der Sicherheitsmann auf sie zu und fragt, ob sie gerade stille. „Als ich bejahte, meinte er, dass ich das hier nicht dürfe“, erklärt die Mutter gegenüber „Blick“. Die 22-Jährige sollte aufhören oder er müsse sie nach draußen begleiten. Um Diskussionen zu vermeiden, verließ Michelle mit ihrem Sohn lieber freiwillig die Filiale.

Bei Facebook machte sie ihrem Ärger jetzt Luft. „Ich finde es unverschämt und unverständlich. Wir haben niemanden gestört. Man darf im Zara ja auch essen und trinken“, schreibt die 22-Jährige in ihrem Post. Und weiter: „Hätte ich nicht gestillt, so hätte er geweint. Wäre das weniger störend gewesen?“

Zara hat sich bei der jungen Frau entschuldigt

Die Modekette reagiert auf den Beitrag, der Vorfall tue ihnen leid. Der Security-Mitarbeiter habe „wahrscheinlich nach seiner eigenen Meinung agiert“. Laut „Blick“ soll der Fall mit der Filialleitung besprochen werden. Zara werde dafür sorgen, dass so etwas nicht noch einmal vorkomme.

Die junge Mutter freut sich: „Jetzt werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren, ob ich beim Stillen nicht mehr rausgeschmissen werde.“

Von RND/mat

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