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Panorama Heinz Ketchup muss in Israel den Namen wechseln
Nachrichten Panorama Heinz Ketchup muss in Israel den Namen wechseln
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11:02 25.08.2015
Foto: Entscheidung in Israel: Das Wort "Ketchup" soll von der Heinz-Flasche.
Entscheidung in Israel: Das Wort "Ketchup" soll von der Heinz-Flasche. Quelle: Angelika Warmuth/dpa
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Jerusalem

Es geht um den Markenkern – wortwörtlich. Es geht um die Tomate, genauer gesagt das Tomatenkonzentrat, also den Kernbestandteil des Ketchup. Glaubte man zumindest lange. Dann aber hat sich das israelische Gesundheitsministerium die Zutatenliste des Heinz Ketchups mal genauer angeschaut und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Heinz nicht die Mindeststandards des Landes erfüllt.

41 Prozent jeder Tube müssen demnach aus Tomaten bestehen. So sieht es das Ministerium vor. Im Falle von Heinz sind es aber nur 21 Prozent. Der Platzhirsch und nationale Marktführer, der israelische Ketchupherstellter "Osem", behauptete deswegen Anfang des Jahres, Heinz belüge seine Kundschaft. Nun hat die Behörde dem Mitbewerber Recht gegeben: Heinz muss seinen Ketchup in Israel umetikettieren. Anstelle von "Ketchup" wird zukünftig "Tomatengewürz" auf den Flaschen stehen.

Das letzte Wort im israelischen Ketchup-Streit ist jedoch noch nicht gesprochen. Wie israelischen Medien berichteten, hat der Vertreiber von Heinz Ketchup eine Petition aufgelegt, um die Ketchup-Standards des Landes zu verändern. Ob die durchgeht, ist allerdings fraglich. Denn immerhin geht es um eines der liebsten Lebensmittel von Kindern. So hat auch Frankreich 2011 Ketchup aus Schulkantinen verbannt – wegen Gesundheitsbedenken.

aks

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