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Deutschland / Welt 65 Jahre Merkel: Die besten Zitate der Kanzlerin
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15:42 17.07.2019
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Jahr 2011. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa
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Berlin

Angela Merkel wird heute 65 Jahre alt. Knapp 14 Jahre davon hat sie nun schon das Amt der deutschen Bundeskanzlerin inne. Auf die Frage, was der 65. Geburtstag für sie bedeutet, reagiert die Kanzlerin gewohnt bescheiden. Ihr werde bewusst, „dass man immer älter wird“, sagt Merkel. Zwar sei der 65. nicht ganz so markant wie der 60. oder der 70. Geburtstag. Aber er bedeute eben auch: „Dass man nicht jünger wird. Aber erfahrener. Vielleicht. Alles hat seine gute Seite.“

Es ist eine klassische Merkel-Antwort, wie man sie in ihren Regierungsjahren immer wieder gehört hat. Kritiker werfen Merkel dann „Schwurbelei“ vor, Wohlmeinendere verweisen darauf, dass eben nicht jeder mit einem großen Redetalent gesegnet sei und Merkel dafür andere Stärken habe.

Beides stimmt zweifellos – und dennoch ist die Frau aus der Uckermark immer wieder durch schlagfertige Sprüche aufgefallen. Oft waren sie sogar komisch, manchmal aber auch unfreiwillig.

Zum 65. Geburtstag der Kanzlerin ein Rückblick in Zitaten:

„Wenn ich da immer gleich eingeschnappt wäre, könnte ich keine drei Tage Bundeskanzlerin sein.“

Angela Merkel im Jahr 2012 zu Russlands Präsident Wladimir Putin nach ihrer Kritik an seiner Menschenrechtspolitik.

„Mein Leitmotiv: Wer nicht rackert, verdummt!“

Angela Merkel am 16.06.2005 zur Rede „60 Jahre CDU.

„Auch mir hat eine Satiresendung schon einmal richtig aus der Seele gesprochen, als es dort hieß: Gott hat die FDP vielleicht nur erschaffen, um uns zu prüfen.“

Angela Merkel am 4. Dezember 2012 auf dem CDU-Parteitag zu Turbulenzen in der Koalition.

„Immerhin haben wir es geschafft, dass das Gesicht der Kanzlerin ostdeutsch ist. Das ist ja schon mal was.“

Angela Merkel im Oktober 2009 zur Kritik, es seien zu wenig ostdeutsche Minister im Kabinett vertreten.

„Wenn Horst Seehofer sagt, die CSU habe wieder Biss, da sage ich: Das ist schön. Beißt die Richtigen, und dann wird´s gut.“

Angela Merkel 2009.

„In Indien gibt es mehrere 100 Millionen Menschen, die sich inzwischen eine zweite Mahlzeit leisten können. Das ist erfreulich. Darauf war allerdings die Agrarproduktion nicht eingestellt.“

Angela Merkel am 26.04.2008 zur BILD am Sonntag.

„Mit dem Kopf durch die Wand wird nicht gehen. Da siegt zum Schluss immer die Wand.“

Angela Merkel 2007 zum Tarifkonflikt zwischen der Lokführergesellschaft GDL und der Bahn.

„Ich bin genauso das Volk, wie andere das Volk sind.“

Angela Merkel am 20. November 2016 bei Anne Will.

„Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu einer Nation werden mit Leuten, die alle vor dem Fernseher sitzen und genau wissen, wer wie Fußball spielen muss, aber selber nicht mehr in der Lage sind, einen Ball vor sich her zu schieben.“

Angela Merkel am 18. Mai 2012.

„Die Frauen-Fußball-Mannschaft ist ja schon Weltmeister, und ich sehe keinen Grund, warum nicht Männer das gleiche leisten können wie Frauen.“

Angela Merkel 2006.

„Wenn ich für alles so viel Leidenschaft wie für Europa hätte, könnte ich meinen Tag mit 48 Stunden füllen. Das ist die Merkel’sche Art von Leidenschaft, und die ist intensiv.“

Angela Merkel 2011.

„Ich denke an dichte Fenster! Kein anderes Land kann so dichte und so schöne Fenster bauen.“

Angela Merkel am 29. November 2004 auf die Frage, welche Empfindungen Deutschland in ihr weckt.

„Es gibt das Gerücht, dass Staaten nicht pleitegehen können. Dieses Gerücht stimmt nicht.“

Angela Merkel auf einer Veranstaltung der Privatbank Metzler im Januar 2009.

„Wir sind jetzt gerade im Sommer der Entscheidungen. Und dann kommen der Herbst und dann der Winter der Entscheidungen. Jetzt kommen überhaupt nur noch Entscheidungen.

Angela Merkel am 22. Juli 2011.

„In bestimmter Weise habe ich auch was zu sagen.“

Angela Merkel am 04. Januar 2010.

„Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

Angela Merkel am 15. September 2015.

„Jeder hat seine Art, zurückzuschlagen. Schweigen kann`s auch mal sein.

Angela Merkel 2009 bei Anne Will.

„Vielleicht sollten wir als Christen uns auch wieder mehr Gedanken über unsere Religion machen und mehr über das Christentum sprechen, als Angst zu haben vor dem Islam.“

Angela Merkel, 2012.

„Vor lauter Globalisierung und Computerisierung dürfen die schönen Dinge des Lebens wie Kartoffeln oder Eintopf kochen nicht zu kurz kommen.“

Angela Merkel, 2013.

„Nein. Ich habe gewisse kamelartige Fähigkeiten. Ich habe eine gewisse Speicherfähigkeit. Aber dann muss ich mal wieder auftanken.“

Angela Merkel am 2. Mai 2013 als Antwort auf die Frage der Frauenzeitschrift „Brigitte“, ob sie wirklich nur vier Stunden Schlaf brauche.

„Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist.“

Angela Merkel am 2. Juli 2012.

„Denken beim Reden ist auch nicht so einfach.“

Angela Merkel, 2013.

„Wir machen es uns nicht zu jeder Sekunde einfach. Das ist so eine Art Test, wer noch wie viel Kraft hat.“

Angela Merkel am 19. Oktober 2012 mit Blick auf CSU-Chef Horst Seehofer.

„Ich ahne, wovon ich spreche, meine Damen und Herren.“

Angela Merkel, 2007.

„Wir schaffen das.“

Angela Merkel am 31. August 2015 auf der Bundespressekonferenz im Hinblick auf die Flüchtlingskrise in Europa ab 2015.

Von RND/dpa

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