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Deutschland / Welt Ärger über Wahlanalyse: CDU-Politiker fordert Austausch von AKK-Vertrautem
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Ärger über Wahlanalyse: CDU-Politiker fordert Austausch von AKK-Vertrautem
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15:05 27.05.2019
Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer während einer Pressekonferenz am Wahlabend. Quelle: imago images / Emmanuele Contini
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Berlin

Der Wahlabend und das schlechte Abschneiden der CDU bei der Europawahl waren für Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer schon ärgerlich genug – nun droht neues Ungemach. Ein CDU-Bundestagsabgeordneter fordert indirekt den Austausch ihres engsten Vertrauten Nico Lange. Der Grund: die interne Wahl-Analyse zur Ursache des schlechten Wahlergebnisses.

In dieser Analyse hat die CDU-Spitze als einen Grund für das schlechte Ergebnis ausfindig gemacht, dass die Junge Union als nach rechts gerückt wahrgenommen worden sei.

Das sorgt für Unmut beim CDU-Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des Parlamentskreises Mittelstand, Christian von Stetten. Wer die Junge Union für das schlechte Ergebnis verantwortlich mache, schreibt er, habe den Schuss nicht gehört und müsse ausgetauscht werden.

Wer in der CDU Parteizentrale der Jungen Union die Schuld für das schlechte Europawahlergebnis gibt, hat den Schuss nicht gehört und muss ausgetauscht werden!

Gepostet von Christian von Stetten am Montag, 27. Mai 2019

Die Forderung ist pikant, denn von Stetten greift seine Parteivorsitzende damit direkt an. Lange gilt als wahrscheinlichster Nachfolger des zurückgetretenen Bundesgeschäftsführers Klaus Schüler. Aktuell ist er stellvertretender Bundesgeschäftsführer.

Zuvor hatte bereits der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) die Wahl-Analyse als einen „Schlag ins Gesicht für 100.000 Mitglieder“ bezeichnet.

In der internen Wahl-Analyse, die dem RND vorliegt, werden auch schlechte Regierungsarbeit und fehlende Antworten in der Klimapolitik als Hauptgründe für das schlechte Abschneiden der CDU bei der Europawahl genannt. Von beidem hätten die Grünen profitiert. Zudem räumt die CDU-Spitze eigenes Versagen ein, etwa in der Unentschlossenheit im Umgang mit „Fridays for Future“ und „plötzlich politisch aktivierten Youtubern“.

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