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Deutschland / Welt AfD erhält weitere Großspende aus den Niederlanden
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12:59 16.11.2018
Alexander Gauland und Alice Weidel halten fest zusammen. Quelle: Bernd Von Jutrczenka/dpa
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Berlin

Die AfD hat eine weitere Großspende von niederländischen Stiftung „Identiteit Europa“ erhalten. Der Landesverband Nordrhein-Westfalen habe im Frühjahr 2016 einen fünfstelligen Betrag überwiesen bekommen, berichten WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“. Die Partei habe die Summe nach wenigen Tagen zurückgezahlt, berichten die Medien unter Berufung auf den damaligen Landeschef und heutigen Europa- und Landtagsabgeordneten der Blauen Partei, Markus Pretzell,

Der Vorsitzende der mysteriösen Stiftung, Floris Berkhout, sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dass es keine weiteren Spenden an die AfD gebe. „Das Geld aus NRW wurde binnen acht Tagen zurücküberwiesen.“ Warum diese beiden AfD-Gliederungen ausgewählt werden, sagt Berkhout nicht. Persönlichen Kontakt zu AfD-Politikern habe er nicht, auch nicht zu Politikern in den Niederlanden. Woher das Geld stammt, möchte Berkhout nicht sagen.

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AfD-Vorstand stärkt Weidel den Rücken

Rückendeckung erhält Weidel von der AfD-Parteispitze. In einer Erklärung, die am Freitag bei einer Sitzung in Magdeburg veröffentlicht wurde, hieß es: „Der Bundesvorstand sieht keinerlei Verschulden bei Frau Dr. Alice Weidel.“ Alle vorübergehend eingegangenen Zahlungen seien von der Partei zurückgezahlt worden. Weidel hatte zuvor eine persönliche Erklärung zu der Angelegenheit abgegeben. Ein Rechtsanwalt wurde von der AfD beauftragt, eine Stellungnahme gegenüber den Behörden vorzubereiten.

Weidel hatte zuvor mitgeteilt, die Anschuldigungen seien ihr bisher nur aus den Medien bekannt. „Ich weise diese Vorwürfe mit Entschiedenheit zurück. Sie entbehren jeder Grundlage und stellen den Versuch dar, mich persönlich und politisch zu diskreditieren“, erklärte sie.

Weidels AfD-Kreisverband am Bodensee hatte zwei Großspenden von 130.000 Euro aus der Schweiz und 150.000 Euro aus den Niederlanden erhalten. Das Geld wurde später nach Angaben aus der Partei fast vollständig zurücküberwiesen. Deutsche Parteien dürfen keine Spenden von Nicht-EU-Ausländern annehmen. Außerdem müssen Spenden von über 50.000 Euro dem Bundestagspräsidenten angezeigt werden. Die Staatsanwaltschaft führt Vorermittlungen und hat dem Bundestag ihre Absicht mitgeteilt, ein förmliches Ermittlungsverfahren einzuleiten.

Von /pach/RND

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