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Deutschland / Welt Weniger Kinder leben in Hartz IV
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19:44 23.04.2019
Erstmals seit Jahren ist die Zahl der Kinder in Hartz-IV-Familien wieder gesunken. Quelle: Peter Kneffel/dpa
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Berlin

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Hartz-IV-Haushalten ist erstmals seit Jahren gesunken.

Im Dezember 2018 lebten knapp 1,95 Millionen unter 18-Jährige in sogenannten Bedarfsgemeinschaften, die auf die Unterstützung angewiesen waren. Das waren rund 75 000 oder 3,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Grund für den Rückgang: gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt

Ein Grund für den Rückgang sei die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt, davon würden auch Kinder profitieren, erklärte eine Sprecherin der Bundesbehörde.

Außerdem hätten die Jobcenter mittlerweile einen stärkeren Fokus auf Familien und Alleinerziehende. Insgesamt gehe auch die Zahl der Hartz-IV-Empfänger zurück, weil immer weniger Menschen auf die Grundsicherung angewiesen seien.

Linken-Fraktionschef Bartsch sieht keinen Grund zur Entwarnung

„Es gibt keinen Grund zur Entwarnung beim Thema Kinderarmut“, sagte Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch. Die millionenfache Armut von Kindern und ihren Familien müsse entschlossen bekämpft werden.

„In unserem reichen Land sollte jedes Kind die gleichen Chancen haben, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln.“ Bartsch forderte eine eigenständige Kindergrundsicherung.

Lesen Sie auch: Weniger Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger – darum wurden sie ausgesprochen

Von RND/dpa

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