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Deutschland / Welt BKA-Identifizierungsexperten in die Ukraine gereist
Nachrichten Politik Deutschland / Welt BKA-Identifizierungsexperten in die Ukraine gereist
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21:06 19.07.2014
Bei dem Absturz kamen fast 300 Menschen ums Leben. Quelle: dpa
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Donezk

Ein BKA-Sprecher sagte der dpa am Samstag, die Mitglieder der Identifizierungskommission seiner Behörde seien um kurz nach 14.00 Uhr von Deutschland aus nach Kiew geflogen. Dort wollten sich die Deutschen mit einem größeren Team von Identifizierungsexperten aus den Niederlanden und voraussichtlich auch aus der Ukraine treffen und die Vorgehensweise besprechen. Die Lage sei recht unübersichtlich. Sowohl der genaue Einsatzort als auch die Führung der Mission müssten noch geklärt werden.   

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) schlug in einem Brief an die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) die Einsetzung einer aus mehreren Nationen besetzten Untersuchungskommission zum Absturz der malaysischen Passagiermaschine vor. „Die Weltgemeinschaft erwartet, dass es möglichst rasch Klarheit über die Ursache des Absturzes von MH17 gibt“, sagte er Focus Online. „Deshalb bieten wir für einen Einsatz unter der Leitung der ICAO die Unterstützung der Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung an.“ 

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Bei dem vermutlichen Abschuss der Passagiermaschine der Malaysian Airlines über der Ostukraine waren fast 300 Menschen gestorben, darunter auch vier Deutsche. Die Fluggesellschaft hat inzwischen auch eine Namensliste der Opfer veröffentlicht.  Die Hintergründe der Katastrophe sind weiter unklar.

Die Separatisten in der Ostukraine haben den Abtransport sterblicher Überreste von der Absturzstelle der Passagiermaschine bestätigt. „Einige Dutzend Leichen“, die mitten in der Ortschaft Grabowo gelegen hätten, seien „in Anwesenheit von OSZE-Beobachtern“ nach Donezk gebracht worden, sagte der Rebellensprecher Sergej Kawtaradse am Samstag.  „Es war aus hygienischen Gründen unmöglich, sie weiter dort liegen zu lassen“, sagte Kawtaradse. Die Leichen würden in Donezk ausländischen Experten übergeben. Zuvor hatte die ukrainische Führung den Aufständischen vorgeworfen, Beweismaterial vom Absturzort zu entwenden.

dpa