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Deutschland / Welt Bericht: Linke will europaweiten Kohleausstieg und kostenlosen Nahverkehr
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bericht: Linke will europaweiten Kohleausstieg und kostenlosen Nahverkehr
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10:28 13.05.2019
Linken-Vorsitzende Katja Kipping in der Bundespressekonferenz (Archivfoto). Quelle: imago images / Jürgen Heinrich
Berlin

Ein europaweiter Kohleausstieg und ein kostenloser Nahverkehr – die Linke hat einen Fünf-Punkte-Plan zur Klimapolitik erarbeitet. Den Plan wolle die Parteiführung am Nachmittag offiziell vorstellen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

„Die Art, wie in unserer Gesellschaft gewirtschaftet und produziert wird, müssen wir vom Kopf auf die Füße stellen“, heißt es demnach in dem Papier, dass der AFP bereits vorliegt. Demnach fordert die Linke einen sofortigen europaweiten Ausstieg aus der Kohle, „dem schmutzigsten aller Energieträger“. Der Prozess solle nach dem Willen der Partei bis 2030 abgeschlossen werden und mit Investitionshilfen und einer sozialen Abfederung des Strukturwandels verbunden werden. Ab 2040 solle dann die Energieverbrauch in der EU komplett aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.

Lesen Sie auch den Kommentar: Der Klimawandel schafft sich nicht selbst ab

Ein weiterer Punkt in dem Plan: „Staatliche Preisaufsichten“ für Strom, Wasser und Gas in der gesamten EU. Es sollten „sozial gestaffelte Energiepreise“ eingeführt werden. Zudem will die Partei die großen Energiekonzerne vergesellschaften. „Multinationale Konzerne sind die Hauptverursacher der Klimakrise“, sagte Linke-Vorsitzende Katja Kipping der AFP. „So lange Klimaverschmutzer wie RWE, Vattenfall und Co. auf Kosten unserer Zukunft Profit machen, werden wir die Klimakrise nicht überwinden können.“

Gefordert wird außerdem ein europaweiter kostenloser Nahverkehr, SUVs dagegen sollen aus Innenstädten verbannt werden.

Auch auf die Landwirtschaft geht die Linke laut AFP in ihrem Plan ein – und zwar in Bezug auf die EU-Subventionen. Diese sollen an soziale und ökologische Kriterien geknüpft werden.

Lesen Sie außerdem: Darum stößt Deutschland weniger CO2 aus

Von RND/das

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