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Deutschland / Welt Berlin-Neukölln: Israeli bei Palästinenser-Veranstaltung von wütendem Mob attackiert
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15:13 12.05.2019
Auch in der Vergangenheit, wie auf diesem Foto von Ende 2017, ist es in Berlin Neukölln zu antiisraelischen Protesten und Ausschreitungen gekommen. Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V./dpa
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Berlin

In Berlin ist es erneut zu Attacken auf einen Israeli gekommen. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, kam es am Samstag vor einer Woche auf dem Hermannplatz im Stadtteil Neukölln zu einem körperlichen Angriff auf einen 26-jährigen Mann. Die Attacke, die sich während einer Veranstaltung zum palästinensischen „Nakba“-Tag ereignet haben soll, wurde erst jetzt bekannt.

Die deutsche Presseagentur berichtet unter Berufung auf Polizeiangaben, dass der Mann am Rande des Festes „Pro-Israel-Rufe“ skandiert habe. Daraufhin habe es „einen Tumult gegeben“, bei dem zwei Teilnehmer der Veranstaltung und der 26-Jährige verletzt worden seien. Der genaue Hergang war nach Angaben der Polizei zunächst unklar.

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Fünf Anzeigen wurden demnach aufgenommen, unter anderem wegen Körperverletzung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. „Das Fest war als gewerbliche Folklore-Veranstaltung angemeldet und nicht als politische Demonstration“, sagte ein Sprecher der Polizei der dpa.

Auch gegen den Mann aus Israel wird ermittelt

Laut „Bild“ wird auch gegen den 26-Jährigen Israeli wegen Körperverletzung und versuchter Körperverletzung ermittelt. Der Mann soll bei der Auseinandersetzung betrunken gewesen sein.

Die staatliche russische Agentur Ruptly veröffentlichte ein Video, das den Vorfall zeigen soll. Darauf ist zu sehen, wie mehrere Männer einen Mann bedrängen und ihm auf den Kopf schlagen.

Das „Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus“ (JFDA) berichtete auf Facebook, der junge Mann sei nach eigenen Angaben zufällig auf der palästinensischen Veranstaltung gewesen. Von der Bühne sollen Vertreter der antisemitischen Boykott-Kampagnen gesprochen haben.

Der Staatsschutz hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen – auch wegen der Verwendung eines Nazi-Symbols. Auf dem Festgelände soll ein auf Israel bezogenes Plakat mit einer SS-Rune platziert worden sein, teilte die Polizei am Sonntag mit.

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Von ani/RND

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