Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt Anhörung von Christchurch-Attentäter findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Anhörung von Christchurch-Attentäter findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:34 16.03.2019
Ein Polizist patrouilliert hinter einem Absperrband in der Nähe einer Moschee im Zentrum von Christchurch. Quelle: Mark Baker/AP/dpa
Anzeige
Christchurch

Bei Terroranschlägen auf zwei Moscheen in Neuseeland sind mindestens 49 Menschen getötet worden. Ein Verdächtiger in seinen Zwanzigern sei gefasst worden und solle am Samstag erstmals wegen mutmaßlichen Mordes vor Gericht erscheinen, sagte Polizeikommissar Mike Bush am Freitag. Die Entwicklungen im Blog.

+++ 22.35 Uhr: Blog-Ende

Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht und beenden den Liveblog an dieser Stelle. Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie an anderer Stelle auf dem Laufenden.

+++ 22.24 Uhr: Anhörung unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Die neuseeländische Polizei teilte auf Twitter mit, dass die Anhörung des wegen Mordes angeklagten 28-Jährigen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird.

+++ 22.08 Uhr: Trump: "We love you New Zealand“

Trump: „Die USA sind bereit zu helfen.“ Von einem Reporter auf rechtsextreme Nationalisten angesprochen, sträubte sich Trump laut „Guardian“ diese Kräfte als größer werdendes Problem anzuerkennen. „Glaube ich nicht, ich denke, das ist nur eine kleine Gruppe von Menschen“, sagte Trump dem Journalisten.

+++ 21.55 Uhr: Neuseeland wird Waffengesetze ändern

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardin bestätigte, dass sich die Waffengesetze des Landes „ändern" werden. Darüber hinaus stellte Ardin fest, dass alle Festgenommen keine kriminelle Vergangenheit hatten. Weder den neuseeländischen noch den australischen Behörden waren die mutmaßlichen Täter bekannt.

+++ 20.24 Uhr: Politologe: Täter ging es nicht um Religion

Dem Attentäter von Christchurch ging es nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Peter R. Neumann mehr um Identität und Rasse als um Religion. Bei dem Anschlag auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt waren am Freitag mindestens 49 Menschen ermordet worden.

„Die Tat beruhte auf der neurechten Verschwörungstheorie, dass westliche Länder systematisch ihre weißen, europäischen Bevölkerungen mit Nicht-Europäern, vor allem Muslimen, „austauschen“ würden““, sagte Neumann der „Rhein-Neckar-Zeitung“ (Samstag). „Das ist natürlich Unsinn, ist aber in rechten und auch populistischen Kreisen eine sehr populäre These. Da hat sich nicht die Religion radikalisiert, sondern die Rechte. Das ist purer Rassismus.“

Der Terrorismusforscher vom Londoner King’s College sieht eine wachsende Polarisierung von Islamophoben und Islamisten. In Deutschland sei die „offene rechtsextreme Szene“ den Behörden gut bekannt. Dagegen liefen Internet-Foren, in denen auf rechte Attentäter Bezug genommen werde, „teilweise weit unter dem Radar“ der Ermittler. „Mein Rat an die Behörden wäre daher, vor allem in diesem Bereich kräftig aufzurüsten und die Überwachung von islamophoben Internetforen auszuweiten.“

+++ 19.44 Uhr: Wie soziale Netzwerke beim Christchurch-Attentat versagen

Der Terror in Christchurch wurde per Facebook gestreamt und über soziale Medien verbreitet. Der Fall zeigt, wie Online-Riesen bei der Moderation versagen. Hier lesen.

+++ 19.30 Uhr: Attentäter war auf dem Balkan unterwegs

Bulgarien ermittelt, ob der Attentäter von Neuseeland Kontakte in dem Balkanland gehabt hat, da auf seinen Waffen Namen von Kämpfern gegen die Osmanen eingraviert seien. Der Attentäter von Christchurch habe im November 2018 Bulgarien als Tourist besucht und sich an historischen Orten aufgehalten, sagte Generalstaatsanwalt Sotir Zazarow am Freitagabend nach einem Treffen von Regierungsvertretern mit den bulgarischen Geheimdiensten.

Der Attentäter sei anschließend nach Rumänien und Ungarn weitergereist. Er habe nach den bulgarischen Erkenntnissen 2016 auch andere Balkanländer wie etwa Serbien besucht. Bulgarien prüfe nun, was für Kontakte der Mann in Bulgarien gehabt habe.

+++ 19.25 Uhr: Wie hat sich der Christchurch-Attentäter radikalisiert?

Der Terror von Christchurch: Ein Rechtsextremist erschießt in Neuseeland Dutzende Menschen – weil sie Muslime sind. Der Terrorist überträgt das Massaker live ins Internet. In einem „Manifest“ nimmt er Bezug auf Chiffren und Ideen der Neuen Rechten in Europa. Welche Bezüge gibt es? Hier lesen.

+++ 16.52 Uhr: UN-Menschenrechtsrat legt Schweigeminute für Opfer ein

Der UN-Menschenrechtsrat hat eine Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags eingelegt. Eine neuseeländische Diplomatin verurteilte die Tat in Genf. Sie ergriff das Wort vor Beginn einer seit langem geplanten Diskussion über gefährlichen Populismus und Rassismus. Der Anschlag laufe allem zuwider, was Neuseeland ausmache, etwa Toleranz, sagte sie. Anwesende Diplomaten der 47 Mitgliedsländer des Rates erhoben sich daraufhin von ihren Sitzen und gedachten der Opfer.

Lesen Sie auch: Christchurch: Warum wir keine Bilder vom Attentäter zeigen

+++ 15.58 Cavusoglu: EU-Politiker mitverantwortlich für Angriffe in Neuseeland+++

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat der EU für die blutigen Angriffe auf Moscheen in Neuseeland eine Teilschuld zugewiesen. Am Randes eines Treffens mit EU-Vertretern in Brüssel sagte er am Freitag, „für diesen Terroranschlag“ seien nicht nur die Täter selbst verantwortlich, sondern auch „verantwortungslose Politiker, die Fremdenfeindlichkeit, islamophobe Neigungen und hasserfüllte Rhetorik gegen Muslime“ schürten. Cavusoglu wandte sich vor allem an die EU und die europäischen Länder und mahnte, dass „Angriffe auf Muslime und unsere Religion sowie hasserfüllte Sprache“ nicht unter die Meinungsfreiheit fallen dürften.

„In den letzten Jahren haben wir leider oft gesehen, dass auf viele Angriffe auf Muslime und Angriffe auf unsere Religion und unseren Propheten die Erklärung folgte, „das ist Meinungsfreiheit““, sagte Cavusoglu. „Wenn sich diese Tendenz fortsetzt, werden wir solche Angriffe nicht verhindern können.“

+++15.33 Muslime als Ziel von rechtsradikalem Terror+++

QUEBEC, 2017: Während des Abendgebets erschießt ein 27 Jahre alter Kanadier sechs Muslime in einer Moschee. 2019 wird der als depressiv und rechtsradikal geltende Mann zu lebenslanger Haft verurteilt.

LONDON, 2016: Vor einer Moschee steuert ein 47-Jähriger aus Wales seinen Lieferwagen mit Absicht in eine Gruppe von Muslimen. Ein Opfer stirbt, es gibt mehrere Verletzte. Motiv des Rechtsradikalen: Hass auf Muslime. Das Urteil: lebenslänglich.

DRESDEN, 2016: Sprengsätze explodieren am Kongresszentrum der Stadt und an einer Moschee. Der dort wohnende Imam und seine Familie kommen mit dem Schrecken davon. Zwei Jahre später wird ein islamfeindlicher Deutscher (31) zu mehr als neun Jahren Haft verurteilt.

+++ 15.17 Netanjahu trauert um Opfer von Moscheen-Angriffen in Neuseeland +++

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Trauer über die Angriffe auf zwei Moscheen in Neuseeland ausgedrückt. Bei den Attacken in der Stadt Christchurch wurden am Freitag mindestens 49 Menschen getötet. „Israel trauert angesichts des blindwütigen Mordes an unschuldigen Betenden in Christchurch und verurteilt den rücksichtslosen Terrorakt in Neuseeland“, schrieb Netanjahu bei Twitter.

+++13.53 Attentäter ruft zum Töten von Angela Merkel auf +++

In seinem Manifest hat der Attentäter dazu aufgerufen, „Feinde unserer Nationen, unserer Rasse“ zu töten, die sich selbst für nicht antastbar hielten. „Verräter verdienen den Tod eines Verräters“, schreibt er in dem Manifest. Konkret heißt es: „Merkel, the mother of all things anti-white and anti-germanic, is top of the list“. Als erste auf der Liste stehe Angela Merkel, sie sei die Mutter von allen Anti-Weißen und Anti-Germanischen. Ebenfalls namendlich erwähnt sind der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sowie der Bürgermeister von London Sadiq Khan.

+++ 13.30 Uhr: Auch Deutschland „unsicherer geworden“ +++

Der Vizechef der Fad, Georg Pazderski, betonte mit Blick auf den Anschlag in Christchurch, dass auch Deutschland in den vergangenen Jahren „unsicherer geworden“ sei: „Wir brauchen in allen sicherheitsrelevanten Bereichen mehr Polizei und weniger Kuscheljustiz“, sagte Pazderski dem RND. Es gebe „eine Zunahme von politischer Gewalt vor allem durch extremistisch und islamistisch motivierte Täter“, so der Fad-Politiker. „Unser Land braucht eine Null-Toleranz-Offensive gegen politisch motivierte Gewalt.“

+++ 13.11 Uhr: Deutsche Politiker fordern nach Anschlag auch hierzulande Konsequenzen +++

Mehrere deutsche Innenpolitiker warnen nach dem Anschlag auf Muslime in Neuseeland vor extremistischem Terror auch in Deutschland und fordern auch hierzulande Konsequenzen. Die innenpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Irene Mihalic, betonte: „Wir müssen es sehr ernst nehmen, dass es derzeit um die 1000 Fälle von politisch motivierter Kriminalität gibt, die sich gegen Musliminnen und Muslime richtet.“ Sie forderte, die Behörden müssten, „wo sich Warnungen verdichten, auch die Präsenz der Polizei sicherstellen“. Zugleich kritisierte Mihalic, dass die Bundesregierung den gewaltbereiten Rechtsextremismus nicht ernst genug nehme. So würden Sicherheitsbehörden und Geheimdienste die Bildung rechtsextremer Netzwerke nicht ausreichend beobachten, kritisierte die Grüne. „Dieses Defizit muss schleunigst aufgearbeitet werden, damit wir auch Anschlagsplanungen und terroristische Bestrebungen rechtzeitig erkennen können.“

+++ 12.43 Uhr: Nato versichtert Neuseeland Solidarität +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Neuseeland nach dem Terrorangriff mit Dutzenden Toten die Solidarität des Militärbündnisses zugesichert. „Bei der Verteidigung unserer offenen Gesellschaften und gemeinsamen Werte steht die Nato an der Seite ihres Freundes und Partners Neuseeland“, schrieb der Norweger auf Twitter. Er verurteile den „entsetzlichen Terroranschlag“ gegen die Moscheen in der Stadt Christchurch aufs Schärfste.

+++ 12.22 Botschafter: Christchurch-Attentäter hörte serbisches Kampflied +++

Der Attentäter von Christchurch hat dem bosnischen Botschafter in Neuseeland zufolge auf dem Weg zum Tatort ein serbisch-nationalistisches Lied gehört.

Während der Fahrt habe der Täter einen Song über den früheren Serbenführer Radovan Karadzic gehört, sagte der Botschafter Mirza Hajrić dem Sender N1 TV. Das gehe aus einem Video der Tat hervor. Das nationalistische Kampflied „Karadzic, führe deine Serben“ kursiert im Internet seit einigen Jahren im Zusammenhang mit einem anti-muslimischen Meme. Als Memes werden Bilder und Videos bezeichnet, die im Internet vielfach verbreitet werden.

Karadzic gilt als einer der Kriegstreiber des Balkans in den 1990er Jahren und als politisch Hauptschuldiger für den Völkermord von Srebrenica. Das UN-Kriegsverbrechertribunal hatte ihn 2016 zu 40 Jahren Haft verurteilt - derzeit läuft ein Berufungsprozess.

+++ 12.15 Kricketspieler aus Bangladesch entgehen Moschee-Angriff in Neuseeland +++

Die Kricket-Nationalmannschaft von Bangladesch ist knapp dem mutmaßlichen Terrorangriff in Neuseeland entkommen. Das Team wollte am Freitag vor einem geplanten Spiel gegen Neuseeland zum Freitagsgebet die Al-Nur-Moschee besuchen, wie die bangladeschische Zeitung „The Daily Star“ aus der Stadt Christchurch berichtete.

Als die Spieler gerade das muslimische Gotteshaus betreten wollten, habe eine Frau sie gewarnt, drinnen werde geschossen. Daraufhin legten sich die Sportler dem Bericht zufolge in ihrem Bus auf den Boden. Bei dem Angriff auf zwei Moscheen in Christchurch wurden am Freitag nach Polizeiangaben mindestens 49 Menschen getötet und Dutzende verletzt.

„Die ganze Mannschaft wurde vor aktiven Schützen gerettet!!!“, twitterte der Kricket-Spieler Tamim Iqbal Khan. „Allah hat uns gerettet“, schrieb sein Mannschaftskollege Mushfiqur Rahim auf Twitter. „Wir haben extremes Glück.“

Die Moschee liegt in der Nähe des Kricket-Stadions Hagley Oval, wo das Spiel stattfinden sollte - es wurde abgesagt. Im Pazifik-Staat Neuseeland ist nur eine Minderheit von etwa 50 000 Menschen muslimischen Glaubens, viele davon Einwanderer aus südasiatischen Ländern wie Pakistan und Bangladesch.

+++11.30 Martina Renner fordert Polizeischutz für Menschen, die von Rechts bedroht werden +++

Mehrere deutsche Innenpolitiker warnen nach dem Anschlag auf Muslime in Neuseeland auch vor extremistischem Terror in Deutschland und fordern auch hierzulande Konsequenzen.

Personen und Einrichtungen, die Drohungen aus rechtsextremen Kreisen erhalten haben, müssten unter Polizeischutz gestellt werden, forderte Martina Renner, Innenpolitikerin der Linksfraktion im Bundestag. „Wir erleben, dass Rechtsterror von den deutschen Sicherheitsbehörden viel zu oft als diffuses Phänomen verwirrter Einzeltäter abgetan wird“, sagte Renner dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Samstag).

Dabei hätten die Planungen für solche Taten in der Vergangenheit mehrfach auf Anleitungen von Neonazi-Organisationen basiert. „Es sind rassistische Anschläge und Morde, die in der Geschichte der Bundesrepublik die meisten Todesopfer gefordert haben“, so Renner Das gelte für die jüngste Vergangenheit auch in den USA, Norwegen und nun offenbar auch in Neuseeland. „Ich fordere wie bei den Neonazi-Drohmails und -Feindeslisten, dass alle bedrohten und gefährdeten Einrichtungen und Personen umfassenden polizeilichen Schutz erhalten“, sagte die Linke dem RND. „Die Sicherheitsbehörden müssen endlich für diese Gefahr sensibilisiert werden.“

+++11.03 Das berichtet ein Augenzeuge +++

Augenzeuge Len Peneha sagte, der Angreifer sei weiß gewesen und habe einen Helm mit einem Gerät auf dem Kopf getragen. Er habe aus der Masjid-al-Noor-Moschee Dutzende Schüsse gehört. Menschen seien panisch aus der Moschee gerannt.

Peneha sagte, er wohne seit fünf Jahren in der Nachbarschaft und habe versucht, zu helfen. „Ich habe überall tote Menschen gesehen. Drei waren im Gang am Eingang der Moschee, und es waren Menschen in der Moschee“, berichtete er. Er habe fünf Menschen geholfen, sich bei ihm zuhause zu erholen. „Die Menschen sind großartig, sie sind sehr freundlich. Ich verstehe das nicht.“

Mitten im Freitagsgebet stürmt ein bewaffneter Mann eine Moschee in Christchurch. Auch in einer anderen Moschee der neuseeländischen Stadt fallen Schüsse. Die Bilanz: mehrere Tote.

+++ 11.01 Merkel reagiert erschüttert auf Anschläge in Neuseeland+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich tief erschüttert gezeigt. Sie trauere mit den Neuseeländern um ihre Mitbürger, die friedlich betend in ihren Moscheen überfallen und aus rassistischem Hass ermordet worden seien, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag auf Twitter. „Wir stehen Seite an Seite gegen solchen Terror“, so Merkel.

Der Bundesrat reagierte am Freitagmorgen in Berlin mit einer Schweigeminute auf die Anschläge. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident und Bundesratspräsident Daniel Günther (CDU) äußerte zu Beginn der Sitzung „Entsetzen und Trauer“ und verurteilte die „sinnlose Gewalt“.

+++11.00 EU-Spitzen versichern Neuseeland nach Anschlag Solidarität+++

Die EU-Spitzen haben ihr Mitgefühl ausgedrückt und die Solidarität der Europäer versichert. „Unsere Gedanken in Europa sind mit den Opfern und ihren Familien“, schrieb EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag auf Twitter. „Der brutale Angriff wird die Toleranz und den Anstand, wofür Neuseeland berühmt ist, niemals schmälern.“ Premierministerin Jacinda Ardern könne auf die Solidarität der Europäer zählen.

Auch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker drückte seine Anteilnahme aus. „Die Europäische Union trauert heute mit euch und wir werden immer gegen jene an eurer Seite stehen, die auf abscheuliche Weise unsere Gesellschaften und unsere Art zu leben zerstören wollen.“ Der Anschlag auf unschuldige Menschen könne den Werten und der Kultur von Frieden und Einigkeit, die die EU und Neuseeland teilten, nicht mehr entgegenstehen. „Wir wünschen den Verletzten und ihren Familien Kraft und Tapferkeit.“

+++10.59 Britische Premierministerin: „Abscheulicher Gewaltakt“ in Neuseeland+++

Die britische Premierministerin Theresa May hat den Menschen in Neuseeland kondoliert. „Meine Gedanken sind bei allen, die von diesem abscheulichen Gewaltakt betroffen sind“, schrieb die Regierungschefin im Kurznachrichtendienst Twitter.

+++ 10.20 Neuseelands Polizei will Video von Moschee-Angriff im Netz löschen +++

Die neuseeländische Polizei arbeitet nach eigenen Angaben daran, die Verbreitung eines Videos vom mutmaßlichen Terror-Angriff in Christchurch zu verhindern. Ermittler forderten die Öffentlichkeit auf, Links zu dem Video nicht im Internet zu teilen.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern unterstützte den Aufruf der Behörden. Diesem „Akt der Gewalt“ dürfe kein Raum geboten werden. Das 17-minütige Video, wohl vom mutmaßlichen Attentäter selbst gefilmt, soll den Angriff auf die erste Moschee zeigen.

Facebook teilte mit, nach einem Hinweis der neuseeländischen Polizei das Profil des mutmaßlichen Attentäters sowohl auf Facebook als auch auf Instagram entfernt zu haben. Auch der Livestream sei entfernt worden.

Der neuseeländische Rechtsprofessor Alexander Gillespie von der Universität von Waikato warnte, die Verbreitung des Videos könne Nachahmungstäter anstiften.

+++ 10.00 Trauer nach den Terroranschlägen in Christchurch +++

Blumen liegen nach den Terroranschlägen an der Linwood Avenue in Christchurch.

+++9.34 Polizei mahnt: Gefahr noch nicht gebannt+++

Nach dem mutmaßlichen Terror-Angriff auf Moscheen in Neuseeland mit mindestens 49 Toten hat die Polizei die Bevölkerung in Christchurch zu Wachsamkeit aufgerufen. Die Gefahr sei noch nicht gebannt, sagte Polizeichef Mike Bush am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wellington. Die Menschen sollten nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

+++9.35 Polizei: Vier Verdächtige nach Moschee-Attacke festgenommen+++

Nach dem mutmaßlichen Terror-Angriff auf zwei Moscheen mit 49 Toten in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind vier Menschen festgenommen worden. Das sagte der zuständige Polizeichef Mike Bush am Freitag in der Hauptstadt Wellington. Wobei einer davon vermutlich nicht mit dem Angriff in Verbindung stehe. Einem anderen Verdächtigen, der Ende 20 sei, werde Mord vorgeworfen. Er soll bereits an diesem Samstag einem Richter vorgeführt werden. Bei den übrigen zwei Verdächtigen müsse noch genau geklärt werden, was sie mit dem Vorfall zu tun hätten. Sie seien im Besitz von Schusswaffen gewesen.

+++9.27 Kramp-Karrenbauer verurteilt Angriff auf Moscheen in Neuseeland+++

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer verurteilte den Angriff: Egal, gegen wen sich Hass, Gewalt und Terror richteten, „am Ende sterben Menschen, verlieren Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder. Dafür kann es keine Erklärung und darf es nie Entschuldigung geben“, schrieb Kramp-Karrenbauer am Freitag auf Twitter. „Im Gedenken an Opfer in #christchurch nie einen Zweifel daran aufkommen lassen“, ergänzte sie. Bei den mutmaßlichen Terrorangriffen in der neuseeländischen Stadt Christchurch waren nach Polizeiangaben mindestens 49 Menschen getötet worden.

+++9.24 Dänemark verurteilt mutmaßlichen Terrorangriff in Neuseeland+++

Dänemark hat den mutmaßlichen Terrorangriff auf zwei Moscheen in Neuseeland verurteilt. Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen schrieb am Freitag auf Twitter: „Zutiefst traurig über die Nachricht von den schrecklichen Terrortaten in Christchurch.“ Seine Gedanken seien beim neuseeländischen Volk und den Familien der Opfer. Dänemark stehe an der Seite Neuseelands und von Premierministerin Jacinda Ardern. Außenminister Anders Samuelsen twitterte, es handele sich um ganz entsetzliche Nachrichten aus Neuseeland. Der Extremismus habe wieder sein hässliches Gesicht gezeigt. „Wir müssen weiter gegen Extremismus und Gewalt kämpfen, ganz egal, in welcher Form er kommt.“

+++9.20 Polizei: Inzwischen 49 Tote bei Anschlägen auf Moscheen in Neuseeland+++

Die Zahl der Toten bei den Terroranschlägen auf zwei Moscheen in Neuseeland hat sich auf 49 erhöht. Ein Verdächtiger in seinen Zwanzigern sei gefasst worden und solle am Samstag erstmals wegen mutmaßlichen Mordes vor Gericht erscheinen, sagte Polizeikommissar Mike Bush am Freitag.

Mehrere Angreifer hatten während der Freitagsgebete in zwei Moscheen in Christchurch das Feuer eröffnet. Premierministerin Jacinda Ardern hatte zunächst von mindestens 20 Schwerverletzten berichtet. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben drei Männer und eine Frau fest.

+++ 9.19 Rugby-Nationalteam All Blacks zu Christchurch: „Bleibt stark“ +++

Neuseelands legendäre Rugby-Nationalmannschaft verspricht den Familien und Freunden der Opfer Unterstützung. Die All Blacks verbreiteten auf ihrem Twitter-Konto am Freitag die Botschaft „Christchurch, wir halten zu Dir in dieser Zeit. Unsere Gedanken und Gefühle sind mit allen, die von der heutigen Tragödie betroffen sind. Bleibt stark. Kia Kaha.“

Kia Kaha bedeutet in der Sprache der Maori - Neuseelands Ureinwohner - in etwa: Seid stark. Die All Blacks, wie sie wegen ihrer schwarzen Trikots heißen, gehören seit Jahrzehnten zu den besten Rugby-Nationalmannschaften der Welt.

Angriffe auf Moscheen in Neuseeland

Erstmeldung: Angriffe auf Moscheen in Neuseeland – Mindestens 40 Tote

Bildergalerie: Schüsse in Moscheen in Neuseeland

Von RND/dpa/ngo

Die Bundeswehr hat einen Marinesoldaten vom Dienst suspendiert, weil er der „Reichsbürger“-Szene angehören soll. Der Mann gab sich gegenüber Behörden anscheinend kaum Mühe, nicht aufzufallen.

15.03.2019

Donald Trump bremst den Kongress aus: Der US-Präsident hat das erste Veto seiner Amtszeit eingelegt. Damit verhinderte er die Aufhebung des von ihm ausgerufenen nationalen Notstands an der US-Grenze.

15.03.2019

Der Terror von Christchurch: Ein Rechtsextremist erschießt in Neuseeland Dutzende Menschen – weil sie Muslime sind. Der Terrorist überträgt das Massaker live ins Internet. In einem „Manifest“ nimmt er Bezug auf Chiffren und Ideen der Neuen Rechten in Europa. Welche Bezüge gibt es?

15.03.2019