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Deutschland / Welt Bundesagentur: Kein Erziehermangel in Deutschland
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bundesagentur: Kein Erziehermangel in Deutschland
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13:41 02.10.2019
Die Bundesagentur für Arbeit geht nicht davon aus, dass es einen generellen Erziehermangel in Deutschland gibt. Quelle: Christian Charisius/dpa
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Berlin

Bei Erzieherinnen und Erziehern gibt es nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland keinen generellen Fachkräftemangel. Das geht aus Daten hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegen. Über alle Branchen hinweg dauerte es zwischen Juli 2018 und Juni 2019 im Schnitt 124 Tage, um eine offene Stelle neu zu besetzen. Bei Erzieherinnen und Erziehern lag die durchschnittliche Vakanzzeit im gleichen Zeitraum deutlich darunter – und zwar bei 73 Tagen.

Am längsten dauerte es in Hamburg mit 117 Tagen und Mecklenburg-Vorpommern mit 105 Tagen, um offene Erzieherstellen zu besetzen. In Berlin waren es im Schnitt 85 Tage, in Sachsen 84, in Sachsen-Anhalt 81 und in Brandenburg 80. Allerdings liegen diese Werte deutlich unterhalb der durchschnittlichen Vakanzzeit in allen Fachkraft-Berufen. In Nordrhein-Westfalen wurden offene Erzieherstellen zwischen Juli 2018 und Juni 2019 im Schnitt innerhalb von 71 Tagen neu besetzt, in Niedersachsen innerhalb von 70 Tagen. In Schleswig-Holstein waren es 69 Tage.

Mehrheit der Erzieher arbeitet in Teilzeit

Ende Juni hatte die Bundesagentur 11.900 Stellen für Kinderbetreuung und Kindererziehung im Angebot. Die Zahl der arbeitslosen Fachkräfte in diesem Bereich belief sich zuletzt auf 10.300.

Die Mehrheit des Betreuungspersonals arbeitet in Teilzeit, das bedeutet weniger als 38,5 Wochenstunden. 2018 gab es lauf Bundesagentur für Arbeit in den Kindertageseinrichtungen 379.000 Teilzeitkräfte und 249.000 Vollzeitkräfte. Insgesamt ist die Zahl der Fachkräfte in der Kinderbetreuung seit 2009 um 225.000 gestiegen. Das entspricht einem Plus von 56 Prozent. Überproportionale Zuwächse gab es in Baden-Württemberg (+78 Prozent), in Berlin (+75 Prozent), Bayern (+74 Prozent), Schleswig-Holstein (+62 Prozent) sowie Niedersachsen (+57 Prozent).

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