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Deutschland / Welt Bundesinnenministerium prüft Verbot von rechtsextremer Gruppe „Combat 18“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bundesinnenministerium prüft Verbot von rechtsextremer Gruppe „Combat 18“
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13:58 26.06.2019
Horst Seehofer kommt zur der Sitzung des Innenausschusses des Bundestags zum Mordfall Lübcke. Quelle: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild
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Berlin

Das Bundesinnenministerium prüft als Konsequenz aus dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, ob die rechtsextreme Gruppe „Combat 18“ verboten werden soll. Das berichten übereinstimmend „Zeit Online“ und die Nachrichtenagentur AFP.

Dies habe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nach Teilnehmerangaben im Innenausschuss des Bundestages angekündigt, heißt es in den Berichten.

Der Tatverdächtige im Fall Lübcke, der geständige Stephan E., soll Kontakt zu der rechtsextremen Gruppe gehabt habe. Das ARD-Magazin „Monitor“ hatte berichtet, dass Stephan E. an einem Neonazi-Treffen in Mücka (Landkreis Görlitz) teilgenommen haben soll. Dort soll er dem Bericht zufolge zusammen mit Mitgliedern der Neonazigruppen „Combat 18“ und „Brigade 8“ fotografiert worden sein.

Der „Monitor“-Beitrag stützt sich auf Fotos, die das Magazin gemeinsam mit einem Gutachter ausgewertet hat. Doch nach Informationen der Deutschen Presseagentur dpa hat sich inzwischen ein Mann bei den Ermittlern gemeldet, der auf den Fotos mit E. verwechselt worden sein soll.

Eine Teilnahme von Stephan E. an dem Treffen hätte den Aussagen des Verfassungsschutzes widersprochen, dass E. in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr so deutlich als Rechtsextremist in Erscheinung getreten sei.

Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses im hessischen Wolfhagen-Istha niedergeschossen worden. Dringend tatverdächtig ist E., der 45-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft stuft das Verbrechen als politisches Attentat mit rechtsextremem Hintergrund ein.

Lesen Sie auch den Kommentar: Stephan E. gesteht Mord an Lübcke – warum Zweifel an seiner Aussage berechtigt sind

Von RND/das/dpa

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