Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt Bundeswehr-Sparkurs: Guttenberg gibt Merkel die Schuld
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bundeswehr-Sparkurs: Guttenberg gibt Merkel die Schuld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:58 30.08.2019
Der frühere CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg soll wieder zurück in Deutschland sein.
Anzeige
Berlin

Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sieht für den in seiner Amtszeit begonnenen scharfen Sparkurs die Verantwortung bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

"Die Sparbemühungen damals gingen vom Bundeskanzleramt aus, und sie wurden vom Bundesfinanzminister (Wolfgang Schäuble) mit großer Vehemenz mitgetragen", sagte der frühere Minister dem Norddeutschen Rundfunk (NDR). Den Schuh müsse sich Merkel anziehen.

Die Sparbemühungen damals gingen vom Bundeskanzleramt aus, und sie wurden vom Bundesfinanzminister (Wolfgang Schäuble) mit großer Vehemenz mitgetragen.

Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU); Ex-Verteidigungsminister

Er selbst habe dagegen eine "bessere Professionalisierung der Bundeswehr" gefordert und bessere Ausrüstung für die Soldaten im Einsatz.

Guttenberg hatte die Wehrpflicht abgeschafft und die Finanzierung der Bundeswehr auf Sparflamme gesetzt. Die Unterfinanzierung führte mittelfristig zu zahlreichen Problemen und wurde inzwischen korrigiert. Der Ex-Minister findet das erfreulich.

Lesen Sie auch: Für diese Politiker wurde das Verteidigungsministerium zum Minenfeld

Die Bundeswehr für Landesverteidigung und Auslandseinsätze flexibel zu halten, sei eine „Herkulesaufgabe“. Nötig ist dafür nach Ansicht Guttenbergs aber auch, „den Menschen in unserem Lande deutlich zu machen, was diese Männer und Frauen tatsächlich leisten. Und da ist es nicht alleine mit Bahntickets getan. Das ist sicher eine schöne Initiative, aber das muss natürlich weitergehen.“

Die Bundeswehr und die Bahn hatten sich vor zwei Wochen auf die Einführung kostenloser Bahnfahrten für Soldatinnen und Soldaten geeinigt. Guttenberg war 16 Monate Minister. Danach war Schluss, weil er in seiner Doktorarbeit abgeschrieben hatte. Aus der aktiven Politik schied er aus. Der frühere Politiker hatte sich nach seinem Abgang von der Bundesbühne 2011 mit seiner Familie an die amerikanische Ostküste zurückgegezogen.

Neues Domizil im Teutoburger Wald?

Inzwischen plant er offenkundig, sich im Osnabrücker Land einzusiedeln, berichten Medien. Sie beziehen sich dabei auf Äußerungen des Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck. Der hatte kürzlich bei einer Pressekonferenz in Berlin zum Zustand der deutschen Wälder geäußert, zu Guttenberg habe ein neues Domizil in Nähe von Schirmbecks Wohnsitz im Teutoburger Wald.

RND/dpa

Der Satiriker Jan Böhmermann hat angekündigt, er wolle Vorsitzender der SPD werden. Der Gag verschafft ihm viel Aufmerksamkeit. Doch könnte er es überhaupt schaffen, die Voraussetzungen für eine Kandidatur zu erfüllen?

30.08.2019

Der ZDF-Satiriker Jan Böhmermann hat sich als vorläufig Letzter um den SPD-Vorsitz “beworben”. Er sollte wissen: Politik ist kein Spiel. Denn tatsächlich geht es um sehr viel mehr, kommentiert Markus Decker.

30.08.2019

Der britische Premier Boris Johnson hat dem Parlament des Landes eine Zwangspause auferlegt. Eine Gruppe von Angeordneten hat dagegen Einspruch eingelegt. Der wurde nun von einem schottischen Gericht abgelehnt.

30.08.2019