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Deutschland / Welt Staatsanwalt geht in Berufung gegen Freilassung von Rackete
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Staatsanwalt geht in Berufung gegen Freilassung von Rackete
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19:27 17.07.2019
Carola Rackete aus Kiel, deutsche Kapitänin der “Sea-Watch 3“, aufgenommen an Bord des Rettungschiffs. Quelle: Till M. Egen/Sea-Watch.org/dpa
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Rom

Die Staatsanwaltschaft in Italien hat Berufung gegen die Freilassung von Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete eingelegt. Die Behörde im sizilianischen Agrigent habe diese am Mittwoch beim Kassationsgericht in Rom - Italiens oberstem Gericht - eingereicht, berichteten italienische Nachrichtenagenturen übereinstimmend.

Racketes Anwalt bestätigte dies der Deutschen Presse-Agentur. Die Berufung sei unabhängig von der Vernehmung der Deutschen, die für diesen Donnerstag in Agrigent angesetzt ist.

Ermittlungen wegen Beihilfe illegaler Einwanderung

Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer hatte zuvor erklärt, es sei unwahrscheinlich, dass Rackete wieder festgenommen werde. Sie war Ende Juni unerlaubt mit Dutzenden Migranten an Bord in den Hafen von Lampedusa gefahren. Dabei hatte sie ein Schiff der Finanzpolizei, die zu den Streitkräften gehört, gestreift. Rackete wurde festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Eine Ermittlungsrichterin hob diesen jedoch später auf - sehr zum Ärger von Italiens rechtspopulistischem Innenminister Matteo Salvini. Das Schiff „Sea-Watch 3“ wurde festgesetzt.

Gegen Rackete wird weiter wegen Beihilfe illegaler Einwanderung sowie Widerstandes gegen ein Kriegsschiff ermittelt. Deshalb wird sie am Donnerstag von der Staatsanwaltschaft in Agrigent verhört.

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Von RND/dpa

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