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Deutschland / Welt Chinas Präsident in Nordkorea: Länder wollen bilaterale Beziehungen stärken
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14:54 21.06.2019
Xi Jinping (l.) und Kim Jong Un in Pjöngjang: „Die sozialistische Anliegen der beiden Länder festigen und entwickeln.“ Quelle: Uncredited/KCNA via KNS/AP/dpa
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Peking

Nordkorea und China wollen ihre Zusammenarbeit angesichts der angespannten Lage auf der koreanischen Halbinsel intensivieren. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un und der chinesische Präsident Xi Jinping hätten bei ihrem Zusammentreffen in Pjöngjang Gespräche über die „ernsten und komplizierten Veränderungen“ in der Region geführt und sich für stärkere bilaterale Beziehungen ausgesprochen, berichteten nordkoreanische Staatsmedien am Freitag.

Xi und Kim hätten demnach einen gemeinsamen Nenner bei den besprochenen Themen gefunden. Sie seien zu dem Schluss gekommen, dass es im beiderseitigen Interesse sei, ihre Beziehung zu vertiefen, hieß es weiter. Dies werde sich positiv auf den Frieden in der Region sowie ihre Stabilität und Entwicklung auswirken. Details zu den festgefahrenen Verhandlungen zwischen Washington und Pjöngjang zur Denuklearisierung Nordkoreas wurden in dem Bericht der koreanischen Nachrichtenagentur KCNA aber nicht genannt.

Chinesische Staatsmedien hatten zuvor berichtet, dass Kim gegenüber Xi geäußert habe, dass er sich bei den Atomverhandlungen ein Entgegenkommen der USA „auf halbem Weg“ wünsche. Xi sagte einem Bericht des staatlichen chinesischen Fernsehsenders CCTV zufolge, seine Regierung sei bereit, eine konstruktive Rolle im Prozess der Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel einzunehmen. Xi trifft sich in der kommenden Woche mit US-Präsident Donald Trump in Japan. Dort könnte er Trump eine Botschaft Kims zukommen lassen.

„Die sozialistische Anliegen der beiden Länder festigen und entwickeln“

Bei einer Rede ermutigte Xi am Donnerstagabend Kim, sich auf die Wirtschaft zu konzentrieren, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Kim habe „eine neue Strategie zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Verbesserung der Lebensgrundlage der Menschen initiiert.“

Während des Staatsbesuchs besuchten Kim und Xi in Begleitung ihrer Ehefrauen auch eine Gedenkstätte, die an die Soldaten erinnert, die während des Koreakriegs von 1950 bis 1953 getötet wurden. „Wir werden die Freundschaft zwischen China und Nordkorea von Generation zu Generation weitergeben, das sozialistische Anliegen der beiden Länder festigen und entwickeln, unsere Bürger besser fördern und regionalen Frieden, Stabilität, Entwicklung und Wohlstand voranbringen“, wurde Xi zitiert.

70 Jahre diplomatische Beziehungen

Am Freitagnachmittag trat Präsident Xi die Rückreise an. Der staatliche chinesische Fernsehsender CCTV teilte ein Foto, das Menschen auf der Start- und Landebahn des Flughafens in Pjöngjang zeigte, die der Maschine des Präsidenten zuwinkten.

Es war der erste Staatsbesuch eines chinesischen Staatschefs in Pjöngjang seit 14 Jahren. Offizieller Anlass war der 70. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern. Xi und Kim hatten sich zuvor vier Mal in China getroffen.

China ist Nordkoreas wichtigster Partner. Zuletzt waren die Beziehungen aber abgekühlt, weil Pjöngjangs Atombestrebungen die Stabilität in der Region bedroht hatten.

Von RND/AP/eti

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