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Deutschland / Welt Debatte um Zwangsarbeit: Künstlergruppe provoziert Bahlsen
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13:34 10.06.2019
Die Lichtinstallation der Künstlergruppe am Holocaust-Mahnmal in Berlin. Quelle: pixelhelper.org
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Berlin

Weil sie die Zwangsarbeit während der NS-Zeit in ihrem Familienunternehmen verharmlost hatte, hatte die Erbin des Gebäck-Unternehmens, Verena Bahlsen, viel Kritik einstecken müssen. Die Folge: Das Unternehmen will seine eigene Geschichte diesbezüglich aufarbeiten lassen. Verena Bahlsen selbst hat sich entschuldigt. Der Künstlergruppe Pixelhelper ist das offenbar nicht genug.

Aktivisten der Gruppe provozierten nun mit einer Lichtinstallation am Holocaust-Mahnmal in Berlin. Darauf zu lesen der Werbeslogan von Bahlsen: „Leibniz Kekse – nur echt mit 52 Zähnen“. Doch statt einem Keks sind reale Zähne abgebildet – offenbar eine Anspielung auf das Zahngold von KZ-Häftlingen, dass die Nazis nach deren Ermordung an sich nahmen.

In einer Pressemitteilung zur Aktion heißt es, der Reichtum der Familie Bahlsen basiere auf der Zwangsarbeit während der Zeit des Nationalsozialismus. Daher fordere die Organisation Verena Bahlsen auf, 40 Prozent ihrer Anteile an die Gedenkstätte des KZ Auschwitz abzutreten.

Das Künstlerkollektiv Pixelhelper provoziert immer wieder mit Lichtinstallationen. So projizierten sie etwa vor einigen Jahren eine Erdogan-Karikatur mit Hakenkreuz an die türkische Botschaft in Berlin oder auch eine Photoshop-Karikatur des türkischen Präsidenten mit Hitlerbart. Auch eine IS-Flagge wurde bereits an ein Gebäude projiziert – nämlich an die saudi-arabische Botschaft in Berlin.

Lesen Sie auch: Wie Kekshersteller Bahlsen mit der SS kooperierte

Von RND/das

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