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16:13 09.07.2009
Bei einem Anschlag 30 Kilometer südlich von Kabul wurden 25 Menschen getötet.
Bei einem Anschlag 30 Kilometer südlich von Kabul wurden 25 Menschen getötet. Quelle: afp/Marai
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Das teilte das Verteidigungsministerium in Berlin am Donnerstag mit.

Bei einem Anschlag 30 Kilometer südlich von Kabul wurden 25 Menschen getötet.

Nach dem Angriff auf den deutschen Konvoi erwiderten die Bundeswehrsoldaten laut Verteidigungsministerium das Feuer. Sie konnten ihre Fahrt fortsetzen. Ein Transportpanzer vom Typ Fuchs sei leicht beschädigt worden, hieß es. Über Opfer auf der Seite der Angreifer teilte das Ministerium nichts mit. Zwei NATO-Soldaten wurden im Süden Afghanistans getötet, als ein Sprengsatz am Straßenrand gezündet wurde. Die internationale Afghanistan Truppe ISAF teilte nicht mit, aus welchem Land die Getöteten stammten.

Der Anschlag, bei dem in der Provinz Logar nach Angaben der Polizei 25 Menschen getötet wurden, war einer schlimmsten in diesem Jahr. Unter den Opfern seien auch Schulkinder, teilten die Behörden mit. Insgesamt kamen demnach 21 Zivilisten und vier Polizisten ums Leben, als ein umgestürzter und mit Sprengstoff beladener Lastwagen auf einer belebten Straße explodierte. Wie ein Behördenvertreter sagte, war der Sprengstoff offenbar mit Absicht in dem Lastwagen versteckt worden, der mit Brennholz beladen war. Der Sprengsatz sei hochgegangen, als Beamte den Lastwagen wegschaffen wollten. Möglicherweise sollte der Lastwagen ursprünglich nach Kabul weiterfahren.

US-General Larry Nicholson, der die Marine-Infanteristen im Süden Afghanistans befehligt, sprach sich bei einer Telekonferenz für eine Verstärkung der afghanischen Armee-Einheiten aus. Er wolle nicht „drumherumreden“, sagte Nicholson in der Nacht zum Donnerstag. „Wir haben nicht genug afghanische Kräfte, ich hätte gerne mehr.“ Die 4000 Marine-Infanteristen, die sich an einem Vorstoß in der Provinz Helmand beteiligten, würden nur von rund 650 Afghanen unterstützt.

Nicholson begründete seine Forderung damit, dass die Einheimischen die politische Lage besser einschätzen könnten. „Sie verstehen, was in dem Gebiet politisch los ist“, sagte der Kommandeur. „Wir kriegen das nicht mit, wieviel kulturelles Training unsere Leute auch immer erhalten mögen.“

afp