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Deutschland / Welt Die Union im Kramp-Karrenbauer-Hoch
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Die Union im Kramp-Karrenbauer-Hoch
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12:16 10.12.2018
Verschafft der Union Rückenwind in den Umfragen: die neue CDU-Chefin Annegret-Kramp-Karrenbauer. Quelle: imago/Metodi Popow
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Berlin

Die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Chefin beschert der Union deutliche Stimmengewinne. In einem nach dem CDU-Bundesparteitag in Hamburg ermittelten RTL/n-tv-Trendbarometer legte die CDU/CSU 3 Prozentpunkte auf 32 Prozent zu. Sie liegt damit wieder über der Marke von 30 Prozent. Unmittelbar vor dem Parteitag war die Union auf 29 Prozent abgefallen. Die aktuellen Zugewinne von CDU und CSU gehen zu Lasten der Grünen, die 3 Prozentpunkte auf 19 Prozent verlieren.

CDU überspringt 30-Prozent-Marke

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, ergäben sich demnach folgende Ergebnisse: CDU/CSU 32 Prozent (Bundestagswahl 32,9 Prozent), SPD 14 Prozent (20,5 Prozent), FDP 8 Prozent (10,7 Prozent), Grüne 19 Prozent (8,9 Prozent), Linke 8 Prozent (9,2 Prozent), AfD 13 Prozent (12,6 Prozent). 22 Prozent der Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden gar nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8 Prozent).

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46 Prozent aller Wahlberechtigten halten Annegret Kramp-Karrenbauer für „eine gute Lösung“ als neue CDU-Chefin. 24 Prozent wären für Friedrich Merz gewesen. 4 Prozent hätten lieber Jens Spahn an der Spitze der CDU gesehen. 26 Prozent äußerten sich gleichgültig.

Merz-Anhänger unter AfD- und FDP-Wählern

Bei den CDU-Anhängern genießt „AKK“ erwartungsgemäß einen noch größeren Rückhalt. 62-Prozent der CDU-Wähler halten sie für „eine gute Wahl“. 28 Prozent hätten Merz und 2 Prozent Spahn bevorzugt. Nur unter den Anhängern von AfD (49 Prozent) und FDP (43 Prozent) finden sich überdurchschnittlich viele Merz-Sympathisanten.

Merkel soll Kanzlerin bleiben

Eine breite Mehrheit der Bundesbürger (79 Prozent) wünscht sich von der neuen CDU-Chefin eine harmonische Zusammenarbeit mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Lediglich eine Minderheit von 10 Prozent erwartet Streit und Disharmonie zwischen den beiden Frauen.

Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Deutschen wünschen sich, dass Merkel bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 Kanzlerin bleibt. 32 Prozent vertreten die Auffassung, sie sollte vorzeitig ihr Amt abgeben.

Von Jörg Köpke/RND