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Deutschland / Welt Donald Trump und der Iran: Präsident ohne Plan
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18:09 21.06.2019
Donald Trump gestikuliert im Weißen Haus. Quelle: Alex Brandon/AP/dpa
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Washington

Die Lage ist verdammt ernst. Eine falsche Reaktion oder ein bloßes Missverständnis kann einen Krieg im Iran und einen Flächenbrand im Nahen Osten auslösen. Nach Wochen der Eskalation haben sich die USA und das Mullah-Regime in ein lebensgefährliches Angsthase-Spiel hineinmanövriert, bei dem niemand nachgeben will, aber letztlich keiner gewinnen kann.

Doch auch für Donald Trump persönlich dürften die nächsten Tage und Wochen schicksalhaft werden. Mit massiver Kritik am Irak-Krieg von George W. Bush und dem Versprechen, sich mehr um Amerika als um ausländische Konflikte zu kümmern, hat er die Wahl gewonnen. Seine angebliche Verhandlungskunst begründet seinen Nimbus.

Am Golf ist der selbsternannte Dealmaker brutalstmöglich gescheitert. Weder durch harte Sanktionen noch durch militärische Drohungen lässt sich das iranische Regime einschüchtern. Im Gegenteil: Trumps Aufkündigung des Atomdeals und sein Konfrontationskurs haben die Hardliner in Teheran noch gestärkt.

Kopf- und planlos drückt der US-Präsident nun alle Knöpfe: Er droht, er relativiert, er befiehlt einen Militärschlag, und er sagt ihn in letzter Minute ab. Am Freitag ist das wahnsinnige Spiel mit dem Feuer noch einmal gut gegangen. Beruhigend ist das nicht.

Von Karl Doemens/RND

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