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18:47 21.03.2019
„Dies ist unsere letzte Chance“: Auf der Webseite der deutschsprachigen Version der Online-Enzyklopädie Wikipedia steht ein Hinweis, warum diese am 21. März offline ist. Quelle: dpa
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Kleiner Service für Sie:Die Seidenspinnerraupe hat elf Gehirne. In Uganda ist die Hälfte der Bevölkerung unter 15 Jahre alt. Und die Angst, mit einer Feder gekitzelt zu werden, heißt Pteronophobie. Nur für den Fall, dass Sie bei diesen Fragen am Donnerstag nicht weiterkamen. Die deutschsprachige Wikipedia-Website war offline. Das gebündelte Weltwissen – unzugänglich für einen Tag. Manch staubiger Foliant, manch längst ausgemustertes Analoglexikon erlebte einen späten Frühling. Brockhaus auf Papier? Erinnert sich jemand?

Der Wissensblackout ist eine Protestaktion gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform, über die das Europäische Parlament am 26. März entscheidet. Vom umstrittenen Artikel 13 freilich – der Internetplattformen verpflichten soll, für Urheberrechtsverletzungen zu haften – ist Wikipedia ausdrücklich ausgenommen. Dennoch: Man fürchtet, zur „Oase in der gefilterten Wüste des Internets“ zu werden.

Wikipedia – ein mächtiges Werkzeug

Wikipedia ist ein mächtiges Werkzeug. 51 Prozent aller Deutschen nutzen sie. Sie selbst setzt (noch leidlich erfolgreich) auf Selbstreinigung: Die Wikipedianer selbst bekämpfen Lügen und Irrtümer mit Akkuratesse. Tatsächlich aber zeigte die Sendepause ironischerweise vor allem eines: wie gefährlich es ist, wenn zu viel Macht in den Händen einzelner Netzplattformen liegt, die im Sinne ihrer Interessen frei (ab-)schalten und walten können – ob nun kommerziell (Facebook) oder nicht kommerziell (Wikipedia).

„Wer nichts weiß, muss alles glauben“, schrieb Marie von Ebner-Eschenbach, eine österreichische Schriftstellerin, die irgendwo geboren und irgendwann gestorben ist und dies und das geschrieben hat. Wo, wann und was genau, war aus technischen Gründen leider nicht zu ermitteln.

Von Imre Grimm

US-Präsident Trump fordert, die 1967 besetzten Golanhöhen als Tel des Staates Israel anzuerkennen. Vor kurzem hatte bereits das US-Außenministerium seine Wortwahl geändert. Israels Ministerpräsident Netanjahu könnte das die Wiederwahl sichern.

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Nicht nur Alice Weidel, Jörg Meuthen und Guido Reil haben fragwürdige Zuwendungen erhalten. Der Bundestag prüft in mindestens zehn Fällen die Spendenpraxis von AfD-Größen – auch von Björn Höcke.

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