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Deutschland / Welt Einzug in Thüringer Landtag? FDP muss weiter zittern
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Einzug in Thüringer Landtag? FDP muss weiter zittern
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14:37 01.11.2019
Thomas Kemmerich (links), Spitzenkandidat der FDP in Thüringen, und der Bundesparteivorsitzende Christian Lindner: Die FDP muss weiterhin um den Einzug in den Thüringer Landtag bangen. Quelle: imago images/Metodi Popow
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Jena/Erfurt

Der Einzug der FDP in den Thüringer Landtag hängt weiter am seidenen Faden. Der Wahlausschuss in Jena hat nach einer neuen Bewertung das Stimmergebnis der Partei um zwei Stimmen nach unten korrigiert. Drei vorher für die FDP gezählten Stimmen hätten geändert werden müssen, eine Stimme habe die Partei hinzugewonnen, sagte Vize-Stadtsprecher Kristian Philler am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte die "Thüringer Allgemeine" berichtet, dass auch der Kreiswahlausschuss Weimar das FDP-Ergebnis um vier Stimmen nach unten korrigiert habe. Sollte sich der Abzug in Weimar bestätigen, könnte die FDP den Einzug in den Landtag knapp verpassen. Nach dem vorläufigen Ergebnis vom Sonntag hatte die FDP landesweit die 5-Prozent-Hürde nur um fünf Stimmen übersprungen.

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Lindner verweist auf Stimmengewinne

FDP-Landesgeschäftsführer Tim Wagner verwies am Donnerstag darauf, dass in anderen Kommunen Meldefehler auch zugunsten der FDP korrigiert worden seien. Parteichef Christian Lindner teilte auf Twitter mit: "Im Saale-Holzland-Kreis gab es zugleich zehn mehr." Nach Informationen der Bild sollen die Liberalen in Amt Wachsenburg sogar 27 Stimmen mehr erhalten haben. "Solche Korrekturen sind normal", schrieben die Wahlanalysten von wahlrecht.de auf Twitter.

Häufig mehr gültige Stimmen als angenommen

Ein Blick auf die Wahlergebnisse früherer Landtagswahlen zeigt: Häufig steigt die Zahl der Stimmen beim amtlichen Endergebnis im Vergleich zum vorläufigen Ergebnis - und zwar bei fast allen Parteien. Das liegt vor allem daran, dass viele zunächst als ungültig gewertete Stimmen letztendlich doch gültig waren. Diese verteilten sich wiederum auf die Parteien. Einzig Die Linke profitierte von den zusätzlichen Stimmen in der Vergangenheit kaum.

Derzeit läuft die Prüfung der Wahlergebnisse in den Kreiswahlausschüssen, der Landeswahlleiter will das amtliche Endergebnis am 7. November vorlegen. Zu Zwischenergebnissen gebe es keine Stellungnahme, hieß es am Freitag.

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RND/ms/dpa