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Deutschland / Welt Expedition EU: Reporter reisen 15 Tage quer durch Europa
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Expedition EU: Reporter reisen 15 Tage quer durch Europa
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17:20 16.05.2019
Joris Gräßlin, Tom Sundermann und Matthias Schwarzer besuchen in 15 Tagen 15 Länder. Quelle: Andreas Zobe
Berlin

Ein großes Friedensprojekt. Solidarität. Freier Handel. Wer auf der Straße Bürger fragt, was sie mit Europa assoziieren, bekommt verschiedene Antworten. Für Joris Gräßlin (34), Matthias Schwarzer (32) und Tom Sundermann (31) bedeutet Europa vor allem: grenzenloses Reisen. Das wollen die drei Journalisten in den zwei Wochen vor der Europawahl auf die Spitze treiben: In 15 Tagen werden sie 15 Länder besuchen und 15 Reportagen mit nach Hause bringen.

Die Expedition EU ist ein crossmediales Projekt des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), des europäischen Radionetzwerks Euranet plus, der Podcastfabrik und der OWL Lokalradios. Unterstützt wird die Expedition von der Bertelsmann-Stiftung.

Das ist die Expedition EU

Die Expedition EU ist ein crossmediales Projekt der Zeitungsgruppe Neue Westfälische, des Redaktionsnetzwerks Deutschland, dem europäischen Radionetzwerk Euranet plus, Podcastfabrik und den OWL Lokalradios. Drei Reporter berichten in den 15 Tagen vor der Europawahl täglich aus 15 Ländern. Die Recherchereise wird unterstützt von der Bertelsmann Stiftung.

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Schwarzer, Gräßlin und Sundermann berichten aus jedem Land aktuell und multimedial: Leser können die Reporter zwei Wochen lang begleiten. Zum Ende jedes Tages gibt es ein neues Video, einen Podcast und natürlich eine große Reportage.

Rechtsruck und Angst vor Russland

Für Gräßlin und Sundermann ist es schon die zweite Expedition. Bereits vor der Europawahl 2014 reisten die beiden Reporter durch die Länder des Staatenbundes. „Damals haben wir eher über länderspezifische Probleme berichtet, wie die Jugendarbeitslosigkeit“, erinnert sich Gräßlin. „Der Rechtsruck in der Politik oder die Angst vor Russland, die damals erst aufkamen, haben sich seitdem weiterentwickelt. Ich habe den Eindruck, dass es im Europa des Jahres 2019 mehr Sorgen gibt, die alle Länder teilen.“

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„Durch den Brexit ist die EU nicht mehr alternativlos“, sagt Sundermann. „Skepsis gehört zur Grundhaltung. Dem wollen wir entgegentreten, und zeigen, wie positiv Europa ist.“ Wie passt das aber zur Neutralität, mit der Reporter auftreten sollten? „Wir sind Journalisten, aber wir sind auch Menschen und eindeutig proeuropäisch. Aber wir gehen nicht als Missionare auf die Reise und wollen keine Stimmung erzeugen“, so Gräßlin.

Schwarzer: „Wir werden Geschichten schreiben, die Probleme thematisieren und wir wollen das Leben in der EU umfänglich abbilden.“ Noch nie habe das Projekt EU so gewackelt, sagt Schwarzer. Dabei sei es für ihn immer „irgendwie selbstverständlich“ gewesen. „Ich war auf einer Europaschule und später Erasmus-Student. Ich habe das alles nie in Frage gestellt. Aber es gibt Menschen, die sehen das anders. Ich will wissen, warum.“

Von Miriam Scharlibbe/RND

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