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Deutschland / Welt Filmmaterial ist kein Beleg für Sicherheitsmängel
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Filmmaterial ist kein Beleg für Sicherheitsmängel
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12:00 05.08.2009
Die Luftaufnahme zeigt das Kernkraftwerk Neckarwestheim im Landkreis Heilbronn. Quelle: Torsten Silz/ddp (Archiv)
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Die Sichtung des sechs Stunden umfassenden Materials, das teils von schlechter Qualität sei, sei „ernüchternd“ ausgefallen. Der Kraftwerksbetreiber EnBW hält seine Strafanzeige gegen den Mann, der die Filmaufnahmen gemacht haben will, wegen des Verdachts der Nötigung aufrecht. Dem Energiekonzern zufolge hat er Geld gefordert.
Der ehemalige Mitarbeiter einer Fremdfirma war nach EnBW-Angaben in dem Atomkraftwerk überwiegend mit dem Einsammeln, Abfahren und Sortieren von Müll betraut. Er behauptet laut Ministerium, er arbeite mit dem Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff zusammen. Auch dies habe sich bislang nicht bestätigt.

Nach Ministeriumsangaben geben die Film- und Tonaufnahmen lediglich Hinweise darauf, „dass unerlaubt Gegenstände auf das Kraftwerksgelände geschmuggelt worden sein könnten“. Ein Ausschnitt zeige, wie eine Waffe oder eine Attrappe aus einem Plastikbeutel gezogen werde. Unklar bleibe allerdings, ob die Szene wirklich auf dem Kraftwerksgelände aufgenommen wurde und wie der Plastikbeutel gegebenenfalls auf das Gelände geschmuggelt wurde.

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In einer anderen Sequenz werden laut Umweltministerium drei messerähnliche Gegenstände in einem Lieferfahrzeug gezeigt. Die Filmsequenz scheine auf dem Kraftwerksgelände aufgenommen worden zu sein. Auch hier bleibe jedoch die Frage ungeklärt, wie die Messer auf das Gelände gekommen sein könnten. Das Material dokumentiere im Wesentlichen Fahrten auf dem Kraftwerksgelände und die dort üblichen Hilfstätigkeiten, hieß es weiter.

Weiterhin nicht ausschließen will die Atomaufsichtsbehörde zwar, dass sich der Raum unter den Sitzen eines Kleintransporters als Versteck für das Einschmuggeln von Gegenständen eignen könnte. „Das Filmmaterial liefert dafür keine konkreten Beweise.“ Aber es sei „naheliegend“, dass sich Wachpersonal und Mitarbeiter, die täglich mehrfach auf das Gelände fahren, kennenlernen können. Um zu vermeiden, dass Kontrollpflichten wegen einer persönlichen Annäherung vernachlässigt werden, sollen Mitte Juli eingeleitete Verschärfungen in der Zugangssicherung aufrechterhalten werden.

Der Hinweisgeber hatte angegeben, Waffenattrappen und Alkohol unter dem Fahrersitz eines Lieferwagens auf das Kraftwerksgelände geschmuggelt zu haben. Das Ministerium überprüfte nach Bekanntwerden der Behauptungen am 8. Juli die Sicherungen im Zugangsbereich der Kernkraftwerke Neckarwestheim und Philippsburg, fand aber „keinen Anlass zur Beanstandung“.

ddp