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Deutschland / Welt In einigen Ländern geht die Arbeitslosigkeit bei Flüchtlingen bereits zurück
Nachrichten Politik Deutschland / Welt In einigen Ländern geht die Arbeitslosigkeit bei Flüchtlingen bereits zurück
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05:00 09.03.2019
Die Arbeitslosigkeit unter Flüchtlingen sinkt, immer mehr Menschen aus Ländern wie Syrien, Irak oder Afghanistan finden Jobs in Deutschland. Quelle: Christoph Schmidt/dpa
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Berlin

Die Arbeitslosigkeit unter Flüchtlingen aus den wichtigsten Asylherkunftsländern wie Syrien, Irak und Afghanistan ist zuletzt nur noch leicht gestiegen. Das geht aus einer Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach sind Ende Juni 2018 in Deutschland 183 137 Flüchtlinge arbeitslos gemeldet gewesen. Ein Jahr zuvor waren es noch 180 834.

In einigen Bundesländern ist die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge bereits gesunken: Etwa in Schleswig-Holstein von 8057 Mitte 2017 auf 7670 ein Jahr später oder in Niedersachsen, wo die Statistik Ende Juni des vergangenen Jahres 20 744 arbeitslose Flüchtlinge aufwies, gegenüber noch 21 146 im Sommer 2017. Auch im bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen ging die Arbeitslosigkeit unter Flüchtlingen von 54 521 Ende Juni 2017 auf 53 173 Mitte 2018 zurück. Die Bundesagentur für Arbeit führt dies auf Vermittlungserfolge zurück. „Wir sind bei der Beschäftigung von Flüchtlingen auf einem guten Weg“, sagte ein Sprecher dem RND.

Berlin und die ostdeutschen Bundesländer verzeichneten zuletzt allerdings noch einen Anstieg der Flüchtlingsarbeitslosigkeit – wenn auch auf vergleichsweise geringem Niveau. So wurden in der Hauptstadt Mitte 2017 9134 arbeitslose Flüchtlinge gemeldet, ein Jahr später waren es 9927. In Brandenburg stieg nahm die Arbeitslosigkeit unter Flüchtlingen im gleichen Zeitraum um 209 auf 4489 zu, in Mecklenburg-Vorpommern um 469 auf 3321, in Sachsen um 545 auf 7167 sowie in Sachsen-Anhalt um 152 auf 5012.

Immer mehr Flüchtlinge mit sozialversicherungspflichtigem Job

Laut Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der Flüchtlinge mit sozialversicherungspflichtigem Job in Deutschland von 156 850 Mitte 2017 auf 245 472 zwölf Monate später. Eine Entwicklung, die sich in vielen Bundesländern zeigt. Ende Juni des vergangenen Jahres hatten in Schleswig-Holstein 7801 Flüchtlinge sozialversicherungspflichtigen Job, in Niedersachsen 20 610 und in Nordrhein-Westfalen 51 632. In Berlin waren es 11 331, in Brandenburg 3614, in Mecklenburg-Vorpommern 2137, in Sachsen 6180 und in Sachsen-Anhalt 3657.

Zunächst sind es häufig einfache Jobs mit niedrigen Löhnen, die Flüchtlinge übernehmen. 49,5 Prozent der regulär beschäftigten Arbeitnehmer aus den wichtigsten Asylherkunftsländern arbeiten als Helfer, 40 Prozent als Fachkräfte, die übrigen als Spezialisten oder Experten. Von den gut 245 000 Flüchtlingen mit sozialversicherungspflichtigem Job arbeiten rund 14 Prozent in der Gastronomie sowie etwa 17 Prozent in der Leiharbeit.

Lesen Sie auch: Jobwunder bei Flüchtlingen? Es braucht mehr, um das Fachkräfteproblem zu lösen

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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