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Deutschland / Welt Flüchtlingsboot vor libyscher Küste verunglückt - mindestens fünf Tote
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Flüchtlingsboot vor libyscher Küste verunglückt - mindestens fünf Tote
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16:56 27.08.2019
Erst vor wenigen Tagen versuchten Flüchtlinge auf dem Mittelmeer nach Europa zu kommen – sie konnten gerettet werden. Jetzt starben Menschen, die mit ihrem Boot in Seenot geraten waren. Quelle: Jonathan Borg/XinHua/dpa
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Tripolis

Die libysche Küstenwache hat nach eigenen Angaben 65 Migranten aus Seenot gerettet. Zudem seien fünf Leichen geborgen worden, teilte die Küstenwache am Dienstag mit. Unter ihnen sei ein Kind. Nach weiteren Überlebenden und Toten werde weiter im Mittelmeer gesucht.

Ein Flüchtlingsboot sei neun Seemeilen von der libyschen Küste vor Al-Chums entfernt in Seenot geraten. Mindestens 40 Migranten werden noch vermisst, teilte das UN-Hilfswerk für Flüchtlinge (UNHCR) am Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die libysche Küstenwache und örtliche Fischer hätten sich seit dem frühen Morgen an der Rettungsaktion beteiligt. Die meisten Geretteten stammen laut UNHCR aus dem Sudan, andere aus Ägypten, Marokko und Tunesien.

Zuvor hatte sich die Hilfsorganisation Alarm Phone besorgt über ein mögliches Schiffsunglück im Mittelmeer gezeigt. Man habe Kontakt zu einem Boot mit bis zu 100 Menschen an Bord gehabt, das in Seenot geraten sei, teilte die Organisation auf Twitter mit. Sie seien „in schwerer Not gewesen“. Sie hätten „geweint und geschrien“. Die Migranten hätten ihr zu verstehen gegeben, „dass Menschen bereits gestorben waren“. Alarm Phone setzt sich für Migranten ein, die Europa über das Mittelmeer zu erreichen versuchen.

Bereits am Montag waren auf dem Mittelmeer mehr als 250 Migranten gerettet worden. Unter anderem nahm das deutsche Rettungsschiff „Eleonora“ rund 100 Menschen auf.

Die libysche Küstenwache hat eigenen Angaben zufolge Hunderte Migranten im August auf dem Meer abgefangen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks sind in diesem Jahr 164 Migranten auf dem Weg von Libyen nach Europa getötet worden. Die UN vertreten die Ansicht, dass die Reise für Wagemutige gefährlicher geworden sei. Einer von vier Menschen sterbe auf See, bevor er Europa erreiche.

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RND/dpa/ap/epd

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