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Deutschland / Welt Angela Merkel lobt Einladung von Emmanuel Macron als „große Geste“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Angela Merkel lobt Einladung von Emmanuel Macron als „große Geste“
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16:36 14.07.2019
Emmanuel Macron begrüßt Angela Merkel während der großen Militärparade auf der Prachtstraße Champs-Élysées in Paris. Quelle: Kamil Zihnioglu/AP/dpa
Paris

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Einladung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zur Militärparade in Paris am Nationalfeiertag als wichtiges Signal gewürdigt.

Sie sehe das „als eine große Geste in Richtung der europäischen Verteidigungspolitik“, sagte sie am Sonntag in der französischen Hauptstadt. Sie sei auch geehrt, dass Deutsche an der Parade teilgenommen hätten. „Und deshalb glaube ich, ist dies ein Zeichen einer verstärkten europäischen Zusammenarbeit(...)“, sagte der Kanzlerin. Sie hob auch die Bedeutung für das deutsch-französische Verhältnis hervor.

Neben Merkel hatten mehrere europäische Staats- und Regierungschefs das rund zweistündige Militärspektakel verfolgt. Merkel und Macron saßen mit den anderen Staats- und Regierungschefs auf der Ehrentribüne an der Place de la Concorde. Sie absolvierten das rund zweistündige Programm überwiegend im Stehen.

Macron begrüßte Merkel herzlich, die beiden verließen am Ende gemeinsam die Tribüne und sprachen mit Veteranen und Armeeangehörigen, die bei Einsätzen verletzt worden waren. Die beiden Spitzenpolitiker gaben sich ersöhnlich, nachdem es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Spannungen gekommen war, beispielsweise bei der Nachfolge Junckers an der Spitze der EU-Kommission. Merkel wollte den CSU-Politiker Manfred Weber als neuen Präsidenten, während Macron dies strikt ablehnte.

Im vergangenen Jahr neue Militärkooperation auf den Weg gebracht

Bei dem Aufzug waren rund 500 Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade dabei – diese binationale Einheit hat ihr Hauptquartier im baden-württembergischen Müllheim. Für Macron hat der Aufbau einer gemeinsamen europäischen Verteidigung in Verbindung mit der Nato Priorität. „Noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Europa so notwendig“, sagte der französische Staatschef. Er hatte bereits einen Vorstoß für eine europäische Armee gemacht und damit heftige Kritik seines US-Kollegen Donald Trump geerntet.

Frankreich, Deutschland, Großbritannien und eine Reihe anderer EU-Staaten hatten im vergangenen Jahr einen neue Militärkooperation auf den Weg gebracht. Die sogenannte Interventionsinitiative soll über eine deutlich engere Zusammenarbeit der Generalstäbe eine schnellere militärische Reaktion in Krisenlagen ermöglichen. Eine gemeinsame Interventionstruppe ist damit aber zunächst nicht verbunden.

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Erst im Juni besiegelten Deutschland, Frankreich und Spanien das Milliardenprojekt eines gemeinsamen Kampfjets.

Mehr als 150 Festnahmen am Rande der Militärparade

Am Rande der Pariser Militärparade zum Nationalfeiertag hat die Polizei mindestens 152 Menschen festgenommen. Das bestätigten die Behörden am Sonntag.

Wie Justizkreise ergänzend mitteilten, wurden zwei prominente „Gelbwesten“-Vertreter, Jerôme Rodriguez und Maxime Nicolle, in Polizeigewahrsam genommen. Die beiden sollen eine unerlaubte Demonstration organisiert haben.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war auf der Prachtstraße Champs-Élysées von einigen Demonstranten ausgebuht worden, wie französische Medien berichteten.

Vertreter der Protestbewegung „Gelbwesten“ protestieren seit vergangenem November im ganzen Land gegen die Reformpolitik Macrons. In den vergangenen Monaten war der Zulauf jedoch deutlich zurückgegangen.

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Von RND/dpa