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Deutschland / Welt Französischer Verfassungsrat stimmt für Homo-Ehe
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22:50 17.05.2013
Der Verfassungsrat hat die Gleichstellung von homosexuellen Paaren befürwortet. Quelle: dpa
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Paris

Mit der Reform dürfen Schwule und Lesben in Frankreich offiziell heiraten und Kinder adoptieren. Eine ähnliche Gleichstellung zwischen homo- und heterosexuellen Paaren gibt es bislang erst in rund einem Dutzend anderen Ländern.

In Portugal billigte das Parlament am Freitag die Einführung eines eingeschränkten Adoptionsrechts für homosexuelle Paare. Demnach dürfen Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Ehe oder Partnerschaft leben und mindestens 25 Jahre alt sind, künftig ein leibliches oder Adoptivkind des Partners adoptieren. Der von der oppositionellen Sozialistischen Partei eingebrachte Gesetzentwurf wurde mit der äußerst knappen Mehrheit von 99 zu 94 Stimmen - bei 9 Enthaltungen - angenommen.

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Im streng katholischen und für europäische Verhältnisse immer noch sehr konservativen Portugal war Homosexualität noch bis 1982 strafbar. Trotz heftiger Proteste der Kirche hatten die Abgeordneten der Assembleia da República bereits 2010 die Einführung der Homo-Ehe gebilligt.

Für die Rechte und die gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexuellen setzten sich am Donnerstag und Freitag Teilnehmer einer Konferenz in Den Haag ein. An dem Treffen nahmen zahlreiche Minister unter anderem aus Finnland, Polen, Großbritannien, Belgien und Schweden sowie Vertreter des Europarates und von Menschenrechtsorganisationen teil. Es war das erste europäische Treffen zum internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.